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Garbsen Taucher und Angler befreien See von Müll
Umland Garbsen Taucher und Angler befreien See von Müll
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00:16 11.07.2018
Reiche Ausbeute: Freiwillige des Anglerclubs Berenbostel und des Tauchclubs Hannover befreien den Schwarzen See von Müll und Unrat. Quelle: Jutta Grätz
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Garbsen-Mitte/Berenbostel

Einen Schatz haben sie nicht geborgen, dafür aber jede Menge Müll. Ehrenamtliche des Tauchclubs Hannover und des Anglerclubs Berenbostel haben am Sonnabend den Schwarzen See von Unrat befreit. Das hat sich gelohnt: Zu ihrer Ausbeute nach genau 82 Minuten unter Wasser gehörten außer einem Autoreifen, einer Decke, diversen Grillrosten, Joghurtbechern und unzähligen Glasflaschen auch ein demontierter Abfallkorb aus Metall – insgesamt zwei volle Schubkarren. „Den hätten die Seebesucher nutzen sollen, statt den Müll gedankenlos in den See zu schmeißen“, sagt Kerstin Nowak vom Tauchclub. Von mehreren Stellen aus stiegen die fünf Taucher in das an der Oberfläche 22 Grad Celsius warme und am Grund fünf Grad kalte Wasser. Der Schwarze See gehört mit rund 19 Metern zu den tiefsten Gewässern in Niedersachsen.

Ehrenamtliche des Tauchclubs Hannover und des Anglerclubs Berenbostel haben den Schwarzen See von Unrat befreit. Ihre Ausbeute reichte vom Autoreifen über viel Plastik bis zum Abfallkorb aus Metall.

Der Name des Sees ist Programm

Die größte Herausforderung für Taucher im Schwarzen See seien aber nicht die Tiefe und die Temperaturunterschiede, sondern die mangelnde Sicht, erklärt Renate Vey, mit mehr als 1200 Tauchgängen in 40 Jahren eine erfahrene Taucherin. „Der Name des Sees ist Programm“, sagt der Garbsener Darius Grunwald. „Ab elf Metern Tiefe ist es stockdunkel.“ „Die hohen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden der vergangenen Wochen haben zudem die Algen kräftig wachsen lassen“, sagt Gewässerwart Manfred van Malder. Trotzdem haben die Taucher auch Krebse und Fische im Schwarzen See entdeckt, darunter Zander, Aale und Karpfen. Freiwillige des Anglerclubs sammelten per Boot die mit Müll gefüllten Zwiebelnetze ein und waren mit Metallspießen am Ufer des Sees unterwegs.

Sauberkeit des Geländes liegt Vereinen am Herzen

Mitglieder des Tauchclubs und die Berenbosteler Angler hatten die gemeinsame Aktion erstmals im Herbst 2016 aufgelegt, und kurz danach sogar einen aufgeflexten Tresor samt Geld gefunden. Beide Vereine haben den Schwarzen See seit mehr als 40 Jahren von der Stadt gepachtet – die Sauberkeit des Geländes liegt ihnen am Herzen. „Der See ist ein gutes Revier, wir üben hier fast jedes Wochenende“, sagt Nowak, die sogar schon vor Grönland getaucht ist. „Und arbeiten regelmäßig und eng zusammen“, ergänzt Udo Rast, Vorsitzender des Anglerclubs. Die Idee der Aktion geht auf den Coastal-Clean-Up-Day aus den USA zurück, der auf die Vermüllung der Meere aufmerksam macht.

Von Jutta Grätz

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