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Garbsen Tennisverein Berenbostel feiert 50-Jähriges
Umland Garbsen Tennisverein Berenbostel feiert 50-Jähriges
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00:22 26.07.2018
Der Fuchs ist das Wahrzeichen: Schatzmeister Helmut Buschmann und Schriftführerin Karin Brandl sind stolz auf die Entwicklung des Tennisvereins Berenbostel. Quelle: Gerko Naumann
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Berenbostel

Gleich zu Beginn fiel eine kluge Entscheidung. Im Frühjahr 1968 fanden sich etwa 15 Tennisspieler aus Berenbostel um das heutige Ehrenmitglied Robert Hesse zusammen. Sie gehörten bis dahin zum Turnklub Berenbostel – und wollten einen eigenständigen Verein gründen. Das passende Gelände fanden sie am südlichen Rand der damaligen Gemeinde an einer Straße, die heute Im Fuchsfeld heißt. „Das war eine außerordentlich weitsichtige Wahl“, lobt Helmut Buschmann, der heute Schatzmeister des Vereins ist, im Rückblick.

Im August feiert der Tennisverein Berenbostel sein 50-jähriges Bestehen. Die Verantwortlichen haben in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Verjüngung geschafft.

Bis heute profitierten die Tennisspieler von den Vorteilen der Lage: „Wir sind hier von Grün umgeben. Wir stören niemanden, und dennoch ist das Gelände leicht zu finden und von überall aus Berenbostel mit dem Fahrrad schnell erreichbar“, zählt Buschmann die Vorteile des Standorts auf. Bei solchen Bedingungen stand einer Erfolgsgeschichte des Vereins nichts im Wege, sollte man meinen. Ganz so einfach ist es aber nicht. Denn kaum ein Sport hat in Deutschland in den vergangenen Jahren so ein Auf und Ab erlebt wie Tennis.

Boris Becker und Steffi Graf sorgen für Boom

Den größten Boom erlebten die Berenbosteler – wie andere Vereine auch – in den Achtziger- und Neunzigerjahren. Dank der großen Erfolge von Steffi Graf und Boris Becker stieg die Zahl der Mitglieder auf mehr als 450. Doch dann ging es stetig bergab. Vor rund zehn Jahren war der Tiefpunkt erreicht: Nur noch etwa 140 Frauen und Männer schlugen regelmäßig Bälle über die Netze.

Anstatt sich ihrem Schicksal zu ergeben, entschieden sich die Verantwortlichen in Berenbostel dazu, diesem Trend entgegenzuwirken. „Wir wollten gezielt junge Menschen, Frauen und Familien überzeugen“, sagt Buschmann. Dazu gehörte auch eine Umstrukturierung des Vorstandes – inklusive der Übergabe von Verantwortung an jüngere Mitglieder. Mit Katharina Both wurde unter anderem eine Damenwartin in den Vorstand aufgenommen.

Der Tennisverein Berenbostel feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Quelle: Gerko Naumann

Altersschnitt um 20 Jahre gesenkt

Eine von vielen Maßnahmen, die offenbar fruchteten. Heute zählt der Klub wieder rund 330 Mitglieder und ist damit „einer der größten Tennisvereine in der Umgebung“, wie Buschmann stolz berichtet. Fast noch beeindruckender ist eine andere Zahl: Der Altersdurchschnitt der Tennisspieler ist innerhalb von nur zehn Jahren von etwa 60 auf 40 Jahre gesunken. Vor allem das Konzept der zehn kostenlosen Trainigseinheiten zum Ausprobieren sei ein „wichtiger Schlüssel zur Verjüngung“ gewesen, zieht Buschmann Bilanz.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Tennisvereins war die Sanierung der 35 Jahre alten Tennishalle, die 2015 begann und 2016 abgeschlossen war. Für mehr als 280.000 Euro ließen die Verantwortlichen unter anderem die Heizung austauschen und die Dämmung der Fassade erneuern sowie die Beleuchtung auf LED umstellen. „Die Energiekosten haben sich seitdem halbiert“, sagt Schatzmeister Buschmann.

Der Tennisverein Berenbostel feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Quelle: Gerko Naumann

Die Theke heißt „Platz 8“

Egal ob in der Halle oder auf einem der sieben Plätze im Freien – nach dem Sport versammeln sich die Tennisspieler am liebsten auf „Platz 8“. So nennen die Berenbosteler die gemütliche Theke in ihrem Vereinsheim – und hier schließt sich der Kreis: „Hier ist immer ein Plätzchen für die Gründungsmitglieder um Robert Hesse reserviert“, sagt Buschmann. Da hat sich die weitsichtige Entscheidung doch gelohnt.

Info: Weitere Informationen über den Tennisverein Berenbostel gibt es auf der Internetseite www.tennisverein-berenbostel.de.

Ex-Tennisstar Nicolas Kiefer kommt zum Tag der offenen Tür des Tennisvereins Berenbostel am 25. August. Quelle: Tim Schaarschmidt

Zum Tag der offenen Tür kommt Nicolas Kiefer

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens plant der Tennisverein Berenbostel einen Tag der offenen Tür für alle Interessierten. Der beginnt am Sonnabend, 25. August, um 15 Uhr auf dem Gelände Im Fuchsfeld 1. Bis 18 Uhr kann jeder ausprobieren, wie viel Spaß der Sport mit der gelben Filzkugel macht. Tipps gibt einer, der es wissen muss: Der ehemalige Top-10-Spieler Nicolas Kiefer wird ein Showtraining absolvieren.

Abends bleiben die Vereinsmitglieder dann unter sich. Außer dem Vorsitzenden Dieter Koschmieder werden zu der Feierstunde der Garbsener Bürgermeister Christian Grahl und Berenbostels Ortsbürgermeister Werner Baesmann erwartet. Außerdem hat sich Manfred Dankemeyer vom Tennisverband Niedersachsen Bremen angesagt. Gründungs- und Ehrenmitglied Robert Hesse blickt mit ganz persönlichen Geschichten auf die 50-jährige Vereinsgeschichte zurück. Die Party mit Büfett, Livemusik und Tanz soll bis in die Nacht dauern.

Von Gerko Naumann

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