Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Garbsen SPD drängt auf Radschnellweg
Umland Garbsen SPD drängt auf Radschnellweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 08.03.2018
In Hannover gibt es noch kein Zeichen, das einen Radschnellweg ausweist. In Göttingen schon. Quelle: dpa
Herrenhausen

 Eine Radschnellwegverbindung zwischen Hannover und dem Universitätscampus in Garbsen war Thema einer gemeinsamen Mitgliederversammlung der SPD-Ortsvereine Herrenhausen-Stöcken und Garbsen. Dabei haben die Sozialdemokraten unterschiedliche Routen diskutiert. Das geschah auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Luftreinhaltung und Fahrverbote. „Es bedarf neuer Anstrengungen von Stadt und Region Hannover, den Radweg schnell zu realisieren“, fordern die Sozialdemokraten.

Mit Radschnellwegen wollen die Verkehrsplaner Zentren und ihr Umland verbinden. Die Pisten führen über breite Trassen. Sie enthalten möglichst wenig Ampelstopps und genießen Vorfahrt an Einmündungen. Das Land Niedersachsen fördert sie finanziell, wenn eine bestimmte Länge erreicht wird.

Bei der Stadt Hannover genießt eine Verbindung nach Lehrte Vorrang, für die nach Angaben von Stadtsprecherin Michaele Steigerwald auch schon Förderzusagen eingetroffen sind. Die Stadt will einen sieben Kilometer langen Abschnitt zwischen Cityring und Eisteichweg in Arnderten vom Herbst an herrichten.

„Für die Strecke nach Garbsen werden Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen“, sagt Steigerwald. Er würde vom Königsworther Platz über die Steintormasch und Herrenhausen Richtung Westen führen. Die weitere Trassenführung ist noch unklar. Kostenschätzungen belaufen sich auf mehr als 3 Millionen Euro.

In Garbsen scheint das Interesse größer. Insgesamt liegen von etwa 14 Kilometern Gesamtlänge aber nur etwas mehr als zwei Kilometer auf Garbsener Gebiet – zu wenig für eine Landesförderung. Die Herrenhäuser SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thela Wernstedt, wie ihr Garbsener Kollege Rüdiger Kauroff gleichzeitig Landtagsmitglied, wünscht sich ein insgesamt zügigeres Vorgehen. „Es sollten nicht Jahre ins Land gehen“, sagt sie.

Immerhin kündigt Steigerwald an, dass die Stadt den Teil zwischen Königsworther Platz und Herrenhausen ebenfalls von Herbst an „baulich ertüchtigen“ will. „Es handelt sich im Wesentlichen um Instanhaltung und Instandsetzung im Fahrbahnbereich“, erläutert sie. Zusätzlich würden Vorrangregelungen an Einmündungen erwogen.

Von Bernd Haase

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die im vergangenen Herbst an der Leibniz-Universität eröffnete Roboterfabrik will ihre Aktivitäten auf ganz Deutschland ausweiten. Dazu ist das Projekt „Robonatives“ ins Leben gerufen worden.

08.02.2018

Dutzende Kinder und Jugendliche haben sich am Sonnabend am Regionalentscheid des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ in Laatzen beteiligt. Die Jury war vom hohen Niveau der Darbietungen sehr angetan.

28.01.2018

Wie vertragen sich Landwirtschaft und Wasserqualität? Dieser Frage geht der Wasserverband Garbsen-Neustadt in einer Vortragsreihe nach. „Ernährung und Gesundheit“ heißt das Thema eines Vortragsabends am Mittwoch, 24. Januar, im Schloss Landestrost in Neustadt.

21.01.2018