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Bau der Unterkunft Im Hespe startet im Frühjahr

Garbsen Bau der Unterkunft Im Hespe startet im Frühjahr

Geht es beim Containerdorf an der Straße Im Hespe voran? Noch liegen die Grünflächen brach, doch ab dem Frühjahr sollen die ersten Bagger rollen. Im Mai sollen die ersten Familien einziehen. 

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So sieht es derzeit auf der Grünfläche an der Straße Im Hespe aus.

Quelle: Gerko Naumann

Berenbostel.  Noch sind auf der Grünfläsche an der Straße Im Hespe nur eine Pferdewiese und umgestürzte Bäume zu finden. Bald sollen die Bauarbeiten für eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge beginnen. „Die ersten Bagger werden voraussichtlich im Frühjahr anrollen“, sagt Stadtsprecher Ben Irvin. „Mit einem Bezug ist frühestens im Mai 2018 zu rechnen.“ Die Stadt hat Gutachter für Heizung, Sanitär, Wasser und Abwasser beauftragt. Sie planen derzeit die Bebauung der Grünfläche – bislang allerdings nur auf dem Papier: Es würden Leistungsbeschreibungen aufgestellt, Vergaben vorbereitet und Zustimmungen des Rechnungsprüfungsamtes eingeholt, sagt Irvin.

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Bislang ist auf der Fläche Im Hespe nicht viel zu sehen. Im Frühjahr sollen die ersten Bagger rollen und das rote Containerdorf aufstellen. 

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Platz für bis zu zwölf Familien

Wenn alles fertig ist, werden bis zu zwölf Familien, die bereits im Ortsteil Berenbostel leben, in drei Wohncontainern Platz finden. Das sind bis zu 70 Erwachsene und Kinder. Durch die Wohnanlage will die Stadt überbelegte Familienwohnungen entlasten und die Menschen sozialverträglich unterbringen. Der Betreiber der Wohnanlage wird das Unternehmen European Homecare sein, das bereits für andere Gemeinschaftsunterkünfte in Garbsen verantwortlich ist. Aktuell leben knapp 1000 Flüchtlinge in Garbsen.

Die Container, die die Familien beziehen werden, waren urprünglich gedacht für einen Standort in Frielingen. Parallel entstand dort die Gemeinschaftsunterkunft an der Otternhägener Straße. Um den Ortsteil nicht zu sehr zu belasten, verzichtete die Stadt auf den ursprünglichen Plan, ein zusätzliches Containerdorf in Frielingen zu errichten.  In Berenbostel gründete sich eine Bürgerinitiative, die die Grünfläche Im Hespe als Naherholungsgebiet erhalten will. Sukzessive wurden zudem weitere Gemeinschaftsunterkünfte im Garbsener Stadtgebiet entwickelt und gebaut. Für alle Einrichtungen habe man sich mit der Inbetriebnahme gleichzeitig auch Gedanken über Modelle der Nachnutzung gemacht, versichert Irvin.

Ermächtigung ist aufgehoben

Seit Mitte 2014 war die Zahl der ankommenden Flüchtlinge stetig angestiegen – die favorisierte Unterbringung in leer stehenden Wohnungen war nicht mehr möglich. Es mussten schnell Flächen und  Gebäude gefunden werden, die für Gemeinschaftsunterkünfte genutzt werden können. Daher erteilte der Rat Bürgermeister Christian Grahl die Ermächtigung, Grundstücke für Gemeinschaftswohnanlagen zu suchen – und das, ohne vorher die Zustimmung des Rats einholen zu müssen. Das sollte die Suche beschleunigen.  Insgesamt 45 Standorte nahm die Stadt unter die Lupe. Letztlich fiel die Entscheidung auf die Grünfläche an der Straße Im Hespe. Sie hat die Stadt für sieben Jahre gepachtet. 

Die Ermächtigung ist mittlerweile aufgehoben. „Im Gegensatz zu 2015 ist heute keine umgehende Entscheidungsfindung ohne Beteiligung der Gremien mehr notwendig“, sagte Karsten Vogel, der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion. Er kritisiert auch, dass es zu lange gedauert habe, bis eine geeignete Fläche gefunden und die Container aufgestellt wurden. „Eine Beteiligung der Ratsgremien wäre ohne Zweifel möglich gewesen.“ Zwischen Beginn der Planung und dem voraussichtlichen Einzug im Mai 2018 lägen nicht einmal zwölf Monate, sagt Stadtsprecher Irvin. „Das ist für ein solches Projekt ein absolut üblicher Zeitrahmen.“ Die Entscheidung für den Bau der Gemeinschaftsunterkunft Im Hespe bleibt von der Aufhebung der Ermächtigung unangetastet.

So sieht es derzeit auf der Grünfläche an der Straße Im Hespe aus

So sieht es derzeit auf der Grünfläche an der Straße Im Hespe aus.

Quelle: Gerko Naumann

 

Von Linda Tonn

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