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Umland Garbsen Nachrichten Beratungsstelle will Scheidungskindern helfen
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13:30 11.03.2018
Günter Aden (links) und Markus Deleker helfen Kindern spielerisch bei der Bewältigung der Scheidung der Eltern. Quelle: Anke Lütjens
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Altgarbsen

 Eine Trennung oder Scheidung stellt die Lebenswelt von Kindern auf den Kopf und belastet alle Beteiligten. Auch der Umgang der Elternteile untereinander spielt dabei eine große Rolle: Streiten sie oder gehen sie normal miteinander um? Daher bietet die Beratungsstelle für Erziehungs- und Lebensfragen eine neue Gruppe für Kinder im Grundschulalter an, die von Trennung oder Scheidung betroffen sind. Auch die Eltern sind angesprochen.

Austausch über Erfahrungen und Gefühle

Die Gruppe unter Leitung der Therapeuten Markus Deleker und Günter Aden soll vier bis maximal sechs Kinder umfassen. Diese können sich über ihre veränderte Lebenssituation, ihre Erfahrungen, Konflikte und Gefühle mit „Gleichgesinnten“ spielerisch austauschen – nach dem Motto geteiltes Leid ist halbes Leid. Ziel ist es, mit den Kindern nach Wegen zu suchen, wie es ihnen trotz der Situation wieder gut gehen kann und sie das Gelernte in den Alltag übertragen können.

Zehn Termine sind immer mittwochs von 15 bis 16 Uhr vorgesehen. Das kostenlose Angebot startet am 4. April und endet am 20. Juni.  Die Eltern können an Elternabenden am Mittwoch, 14. März, 2. Mai und 13. Juni jeweils von 17 bis 18 Uhr mit der Gruppenleitung und anderen Eltern ins Gespräch kommen. Sie erfahren, was in der Gruppe passiert. „Es können beide kommen oder der, bei dem das Kind lebt. Mit dem anderen Elternteil reden wir dann separat“, sagte Aden.

Mischung aus Gespräch und Aktion

Das Konzept ist eine Mischung aus Gesprächen, Malen und Bewegung. Dazu werden auch Puppen oder unterschiedliche Materialen genutzt, um Situationen darzustellen und zu bewältigen. Beispielsweise malen die Kinder Feste. Wie ist Weihnachten bei Mama, wie bei Papa? In der Mama-Ecke schildern sie den Alltag, in der Papa-Ecke das Wochenende. Auf einer Decke sitzt eine Mamapuppe in einem Kreis, der Vater in der anderen Ecke. Beide trennt eine schwarze Linie, das Kind sitzt mitten darauf. Wenn die Eltern nicht miteinander reden oder sich nicht angucken, wird das durch Monster dargestellt. Also gilt es Brücken zu bauen und Wege zu finden.

„Das Hin und Her verlangt Kindern viel ab, es ist eine Belastung für ihre Gefühlswelt und mit Spannung verbunden“, sagte Deleker. Je normaler der Umgang der Elternteile sei und die Kinder spüren, dass auch andere Kinder betroffen sind, desto stabiler werden die Kinder. Die Trennung zu gestalten sei das Ziel, so Deleker. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (05137) 73857 oder www.garbsen.de/Beratungsstelle-fuer-Erziehungs- und Lebensfragen

Von Anke Lütjens

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