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Vier von neun Hochhaus-Fassaden haben Mängel beim Brandschutz

Garbsen Vier von neun Hochhaus-Fassaden haben Mängel beim Brandschutz

Nach dem Brand im Grenfell-Tower in London mit 71 Toten sind auch die Fassaden der neun Hochhäuser in Garbsen überprüft worden. Dabei stellte sich heraus, dass an vier Stellen beim Brandschutz nachgebessert werden muss.

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In Garbsen gibt es neun Hochhäuser, zwei davon im Stadtteil Auf der Horst.

Quelle: Jörg Müller (Archiv)

Garbsen.  Die Fassaden von vier Hochhäusern in Garbsen entsprechen nicht den aktuellen gesetzlichen Vorgaben des Brandschutzes. Das hat eine Prüfung ergeben, die das Niedersächsische Sozialministerium  nach der Brandkatastrophe im Juni des vergangenen Jahres im Grenfell-Tower in London in Auftrag gegeben hat. Bei dem verheerenden Feuer im Grenfell-Tower waren 71 Menschen ums Leben gekommen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sich die Flammen aufgrund von Brandschutzmängeln rasend schnell über die Fassade ausbreiten konnten. Auslöser war ein defekter Kühlschrank.

In Garbsen gibt es neun Hochhäuser

In Garbsen gibt es neun Hochhäuser. Alle kamen auf den Prüfstand. Als Hochhaus gilt ein Gebäude, das mindestens 22 Meter hoch ist. Vier stehen in Havelse, jeweils zwei in Altgarbsen und Auf der Horst und eins in Berenbostel. Welche vier Mängel haben und in Sachen Brandschutz nachgebessert werden müssen, sagt Stadtsprecher Benjamin Irvin mit Verweis auf das „laufende ordnungsbehördliche Verfahren“ derzeit nicht.

Eine „vorbeugende Maßnahme“

Nachdem die Bauaufsicht der Stadt die neun Gebäude untersucht hat, kann Irvin die Bewohner aber beruhigen. „Es besteht keine akute Gefahr. Bei der Überprüfung handelt es sich um eine vorbeugende Maßnahme“, sagt Irvin. Die Untersuchung habe ergeben, dass die Fassaden von vier Hochhäusern in Garbsen aus sogenannten „nicht brennbaren Baustoffen“ bestehen. „Nur diese Konstruktionen sind für Hochhäuser zulässig“, sagt Irvin. Ein Eigentümer eines Hochhauses hat sich noch nicht gemeldet, ihm hat die Bauordnung der Stadt nun eine zweiwöchige Frist gesetzt. „Wir gehen aber davon aus, dass hier alles in Ordnung ist, weil es sich um ein neueres Gebäude handelt“, sagt der Stadtsprecher.

Schwerentflammbar reicht nicht aus

In der Verantwortung sind die Eigentümer der vier Hochhäuser, in denen sogenannte „schwer entflammbare Baustoffe“ verwendet worden sind. Sie entsprechen eben nicht den geltenden gesetzlichen Vorgaben. Die Verwaltung will die jeweiligen Eigentümer anhören. Sie dürfen Vorschläge zur geplanten Sanierung machen. Sollte es keine Einigung geben, würde die Stadt als zuständige Behörde einen Austausch der Fassade anordnen, kündigt Irvin an.

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Nach dem Brand im Grenfell-Tower, London, werden in Garbsen die Fassaden von neun Hochhäusern kontrolliert. In einigen Gebäuden kam es in der Vergangenheit zu Bränden.

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Von Gerko Naumann

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