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DLRG Garbsen kauft ein neues Rettungsboot

Garbsen DLRG Garbsen kauft ein neues Rettungsboot

Die DLRG-Ortsgruppe Garbsen hat für 15.000 Euro ein Boot gebraucht gekauft und für ihre Zwecke umgebaut. Die Ehrenamtlichen hoffen, dass sich die Stadt mit 5000 Euro beteiligt. Der Rat entscheidet.

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Norbert Koch (links) und Michael Hüne von der DLRG-Ortsgruppe Garbsen haben das neue Rettungsboot schon getestet.

Quelle: Gerko Naumann

Berenbostel.  Die Ortsgruppe Garbsen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat ein neues Rettungsboot gekauft. Genau genommen ist es ein gebrauchtes. „Wir haben es einem Privatmann aus der Region Hannover für 15.000 Euro abgekauft, der bislang damit in Kroatien herumgefahren ist“, sagt Norbert Koch, stellvertretender Vorsitzender der DLRG, die ihren Sitz in Berenbostel hat. Anschließend haben die Ehrenamtlichen das Boot in Eigenarbeit für ihre Zwecke fit gemacht – indem sie etwa den Schriftzug DLRG und den Namen des Bootes aufgeklebt haben.

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Die Ortsgruppe Garbsen der DLRG hat ein neues Rettungsboot gekauft. Die Finanzierung wird demnächst Thema im Rat sein.

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Der lautet so simpel wie logisch: „Garbsen“. Mit 80 PS ist das gebrauchte Boot (der Rumpf ist von 2012, der Motor von 2016) deutlich leistungsstärker als sein Vorgänger (50 PS), der nach 40 Jahren und einigen Reparaturen ausgemustert wurde. „Das alte Boot war für unsere Zwecke, vor allem zur Menschenrettung, nicht mehr einsetzbar“, betont Koch. Die Neuerwerbung hat vor allem den Vorteil, dass sie mit einem zusätzlichen Gewicht von bis zu 800 Kilogramm beladen werden kann. Deshalb hatte Koch schon bei der Jahresversammlung der Organisation im vergangenen Jahr angekündigt, dass ein neues Boot hermüsse.

Neues Boot wäre zu teuer gewesen

Ursprünglich war eine Neuanschaffung geplant. Diese wäre mit 40.000 Euro allerdings entscheidend teurer gewesen. Dafür hatte die Ortsgruppe einen Zuschuss von 30.000 Euro aus den Mitteln des Katastrophenschutzes beim niedersächsischen Innenministeriums beantragt. Das wurde abgelehnt. Deshalb entschieden sich Koch und eine Mitstreiter um den technischen Leiter Michael Hüne für die rund 25.000 Euro günstigere Variante.

Finanzierung nicht endgültig geklärt

Trotz der großen Ersparnis ist die Finanzierung von „Garbsen“ noch nicht endgültig geklärt. Das liegt daran, dass die DLRG-Verantwortlichen noch auf eine Entscheidung der Garbsener Politiker warten. Sie hoffen, dass die Stadt sich mit 5000 Euro beteiligt. In einer Beschlussvorlage der Verwaltung heißt es, dass diese die finanzielle Unterstützung empfiehlt, „im Hinblick auf die Bedeutung eines Motorrettungsbootes im Rahmen der Menschenrettung und des Katastrophenschutzes“. Die Volksbank Hannover hat eine Spende von 1000 Euro zugesagt, 6500 Euro übernimmt die DLRG Garbsen aus ihren eigenen Rücklagen. Zudem soll das alte Boot für rund 2500 Euro verkauft werden.

Einsatz auf dem Kanal und auf Seen

„Das Rettungsboot soll unter anderem auf der Leine, auf dem Mittellandkanal und auf den Seen in Garbsen zum Einsatz kommen“, kündigt Koch an. Auf einem Hänger sei es relativ leicht zu transportieren. Auch die Garbsener Feuerwehren sollen im Notfall darauf zurückgreifen können.

Am 5. März werden die DLRG-Mitglieder erfahren, ob es vonseiten der Stadt den erhofften Zuschuss für das Boot geben wird. Dann befasst sich der Rat mit dem Thema. Bereits am 20. Februar wird es bei der Sitzung des Kultur- und Sportausschusses um das Thema gehen. Weitere Informationen über die Arbeit der Ehrenamtlichen erhalten Interessierte unter  www.garbsen.dlrg.de.

Von Gerko Naumann

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