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Umland Garbsen Nachrichten Die Crocos robben sich ran
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00:15 29.05.2017
Die Disco-Dancer des Tanzcentrums Kressler bereiten sich auf die Saison vor. Fast die gesamte Mannschaft ist neu besetzt. Quelle: Benjamin Behrens
Garbsen-Mitte

"In drei Wochen ist Saisonauftakt und deswegen bei uns die spannende Phase", sagt Manuel Kressler. Der Tanz-Coach und Trainerkollegin Maria Damer haben einen genauen Trainingsplan erstellt, die "Roadmap to Bochum 2017" - dort findet am 10. und 11. Juni der Deutschland Cup im Disco-Dance statt. Seit Januar trainieren die Crocos, meistens dreimal pro Woche.

Die Mannschaft steht vor einer Herausforderung. Ein großer Teil der Truppe, mit denen sie in den letzten vier Jahren den internationalen Durchbruch schafften, inklusive Vizeweltmeistertitel und drei Podestplatzierungen bei Europameisterschaften, hat aufgehört. 

"Wir sind zur Zeit im Team 21 Leute", sagt Kressler. 16 haben im vergangenen Jahr aufgehört, acht sind neu dabei. Studium, Ausbildung und andere Verpflichtungen - das ließ sich oft nicht mehr mit dem Trainingsaufwand verbinden. Nathalie Najdis ist neu in der Mannschaft - und fühlt sich wohl bei den Crocos. "Als Team kann man sich gegenseitig helfen", sagt die 14-Jährige. Was die Tanz-Truppe als Übungseinheit in die Sporthalle der Schule Am Hespe abliefert, ist schon jetzt beeindruckend.

Aus dem mobilen Lautsprecher erklingt, was auch aus einem Vergnügungspark stammen könnte. Eine Achterbahn rattert los, die Fahrgäste schreien vor Freude. Passend dazu bewegen sich auch die Tänzer, sausen in Formation durch die Halle. Dann bricht der Reigen auf, neue Figuren entstehen, die an Riesenrad, Karussell und andere Fahrgeschäfte erinnern.

"Unser Thema ist Kirmes, wir versuchen immer so eine kleine Geschichte zu erzählen, auch wenn man das gar nicht muss", sagt Kressler. Nicht einfach bloß gut zu tanzen, sondern etwas mit dem Auftritt zu erzählen, kombiniert mit einer Portion Verrücktheit, sei ein Markenzeichen der Crocodiles. Die Erfolge zeigen, dass auch die Juroren das zu schätzen wissen.

Die zum Kirmes-Thema passenden Kostüme - Stamm-Schneiderin Svea Behrens hat sie genäht - verbinden schwarz-weiße Streifen mit grellen Neonfarben. Als Spezialeffekt lösen sich zum Abschluss Bänder mit bunten LED-Lämpchen aus dem Kostüm, per schneller Drehung wird daraus ein Ketten-Karussell. Daran muss gefeilt werden: Noch verheddern sich die Schnüre oder fallen zu früh aus dem Klettverschluss.

Bis zum Deutschland Cup muss sich das ändern, denn dort wollen die verrückten Krokodile ganz vorne angreifen. Das Gleiche gilt für die Weltmeisterschaft, die Ende Juni in Tschechien ausgetragen wird. Nach Silber bei der WM 2015, landeten die Crocos vergangenes Jahr in Schweden nur auf Rang Acht – dieses Ergebnis möchte die Mannschaft nun wieder korrigieren.

Das sagen die Trainer über ihre neue Mannschaft 

Was hat sich alles bei den Crazy Crocodiles geändert? 

Manuel Kressler: Florian Cramer aus Köln ist seit diesem Jahr unser Techniktrainer. Wir haben festgestellt, dass wir da mehr arbeiten müssen, um ganz nach vorne zu kommen. Dafür ist er Experte, er ist mehrfacher Deutscher Meister im Solo. Es gibt sehr viele Neuzugänge.

Wie machen sich die Neuen? 

Manuel Kressler: Wir haben ein kleineres, aber sehr sehr gutes Team. Alle sind hoch motiviert, vom Potential her ist viel möglich. Sie sind hungrig. 

Wie seid ihr auf das Thema Kirmes gekommen?

Maria Damer: Wir hatten im vergangenen Jahr das Thema Orchester, das war etwas sehr Elegantes, Ruhiges, Edles. Dieses Jahr wollten wir überraschen und das Gegenteil machen. Wir hatten es schon im Kopf, und es nichts daraus geworden. Dieses Jahr hat es gefunkt.  

Fotostrecke Garbsen: Die Crocos robben sich ran

Von Benjamin Behrens

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