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Umland Garbsen Nachrichten Neues Eiscafé Venezia eröffnet an der Roten Reihe
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14:09 23.02.2018
Brasilianisches Team: Inhaber Elias Cittadin (Mitte) mit seiner Frau Nadia Cittadin (links) und Schwester Jessica Cittadin. Quelle: Linda Tonn
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Berenbostel

 Wenn der Deutsche gerne Bier trinkt, wird er auch ein Weizenbier-Eis mögen, dachte sich Elias Cittadin. Doch weit gefehlt: „Das Ganze war ein eher negativer Test“, erzählt der 35-jährige Gastronom. Da mischt er lieber Schokoriegel, Popcorn und frische Früchte in seiner Eismaschine zusammen. Mit „typisch deutsch“ oder „typisch italienisch“ kommen die Besucher in dem kleinen Eiscafé im Berenbosteler Zentrum generell nicht weit. „Café Venezia“ prangt seit Mitte Februar an der roten Backsteinfassade in der Roten Reihe Nummer 2. Knapp anderthalb Monate waren die Fenster des ehemaligen Eiscafé Recine verklebt und die Türen verschlossen. Jetzt hat die Eisdiele in neuem Gewand wieder geöffnet – und hinter dem Tresen steht ein brasilianisches Team. 

Alles ist handgemacht  

Elias Cittadin hat gemeinsam mit seiner Frau Nadia und Schwester Jessica die Räume im vergangenen Dezember übernommen. Vor knapp vier Jahren kam der 35-Jährige aus dem sonnigen Cocal do Sul in Brasilien nach Deutschland. „Ich bin ein geborener Eismann“, sagt er, während er aus der Theke eine Kugel cremiges Schokoladeneis in eine Glasschüssel füllt. Vor der Station in Garbsen hat das Paar in Großburgwedel Eis verkauft und Kaffee serviert. „Mir macht die Arbeit einfach Spaß“, sagt Cittadin.

Der Brasilianer legt großen Wert darauf, dass in seinem kleinen Café alles handgemacht ist. Dafür steht er auch bis spät in die Nacht an seiner Eismaschine. „Meine Frau backt jeden Tag frische Kuchen“, sagt er. „Ich bin für das Auffüllen der Eistheke zuständig.“ 50 verschiedene Sorten habe er in petto, so der Gastronom. „Ich probiere auch immer gerne etwas Neues aus.“ Familiär geht es an diesem Montagnachmittag in den hellen Räumen zu. Fünf Gäste genießen das erste Eis des Jahres. Elias Cittadin geht zwischen den Tischen hin und her, plaudert, wirft portugiesische Wortfetzen zu seiner Frau Richtung Theke: „Ich mag den Kontakt zu den Menschen. Und mein Deutsch wird auch immer besser.“

Mobiliar wird ausgetauscht

Wie viele Stunden das Team am Tag in den Räumen an der Roten Reihe verbringt zählt niemand. Obwohl die Hände von dem sechswöchigen Renovieren immer noch schmerzen, gibt es einiges zu tun: Die Wände wurden zwar neu gestrichen, aber auch das Mobiliar soll Stück für Stück ausgetauscht und erneuert werden. Cittadin will Flyer im Stadtgebiet verteilen und Plakate aufhängen – damit sich auch jeder Garbsener persönlich eingeladen fühlt. „Wir Brasilianer sind sehr gastfreundlich. Da bekommen die Stammgäste zu ihrem Kaffee auch mal ein Stückchen Kuchen geschenkt.“

Gäste sind zufrieden

Ab neun Uhr können die Berenbosteler bei Cittadin ein Frühstück und einen Kaffee bekommen. „Aktuell schließen wir um 20 Uhr“, sagt der Inhaber. „Im Sommer soll bis 22 Uhr geöffnet sein.“ Dann finden auch knapp 30 Besucher im Freien auf der Terrasse Platz. Bei den Gästen kommt das neue Team im Eiscafé gut an: „Ich war echt überrascht, wie hell der Raum ist“, sagt Karin Krombholz, die sich zwischen ihren Einkäufen Zeit für einen Kaffee genommen hat. „Man merkt einfach, wie viel Spaß die neuen Inhaber haben.“ An Brasilien erinnert in der Eisdiele mit dem italienischen Namen nicht viel. Das soll sich im Sommer ändern, verspricht Elias Cittadin: „Dann schenken wir Caipirinha aus.“

Von Linda Tonn

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