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Umland Garbsen Nachrichten Rettungsweg und Zäune trennen die AWO-Kita-Kinder
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00:45 01.03.2018
So nah und doch getrennt: Die Kinder der AWO-Kitas am Planetenring (hinten) und am Kleegrund sehen sich bislang nur durch zwei Zäune. Quelle: Gerko Naumann
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Auf der Horst

 Zu kalt? Gibt’s nicht. Mütze, Schal, Stiefel und Handschuhe an – und ab nach draußen. Die Jungen und Mädchen der beiden AWO-Kindergärten (Planetenring und Am Kleegrund) im Stadtteil Auf der Horst toben auch im Winter am liebsten im Garten herum. Allerdings nicht gemeinsam. Sie können sich zwar gegenseitig sehen und zurufen, sind aber durch zwei Zäune voneinander getrennt.

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So nah und doch getrennt: Die Kinder der AWO-Kitas am Planetenring und am Kleegrund sehen sich bislang nur durch zwei Zäune.

„Das ist schon eine kuriose Situation“, meint Christina Schulze. Sie ist als Leiterin für beide Kitas verantwortlich. Momentan ließe sich der Zustand aber leider nicht vermeiden, weil genau zwischen den beiden Außengeländen eine Feuerwehrzufahrt verläuft. Ursprünglich war im September 2013 nur eine Krippengruppe in die Förderschule am Kleegrund eingezogen. Deren Außenspielbereich ist wiederum mit einem Zaun innerhalb des Schulhofes abgetrennt. „Wir nennen den Bereich liebevoll Kaninchenstall“, sagt Schulze. Die Kinder sollten nach der Erweiterung dort eigentlich in die AWO-Einrichtung an der Jahnstraße in Altgarbsen umziehen.

Feuerwehrzufahrt ist mit Zaun abgesperrt

Aufgrund des ständig steigenden Bedarfs in allen Stadtteilen blieb die Gruppe allerdings in der mittlerweile geschlossenen Förderschule. Heute betreuen in den beiden AWO-Einrichtungen Auf der Horst 16 Erzieherinnen 80 Kinder. Im beiden Gebäuden befindet sich jeweils eine Krippengruppe (15 Plätze) und eine mit jeweils 25 Jungen und Mädchen im Kindergartenalter. Und die dürfen eben bislang nicht über die eingezäunte Feuerwehrzufahrt laufen. Zwischen dem Rettungsweg und der Straße Planetenring fehlt ein Tor; die Kinder sind nicht vor dem Straßenverkehr geschützt.

Mehr Platz zum Spielen nach den Sommerferien

Damit die KInder nach den Sommerferien alle miteinander draußen spielen können, will die Stadt das Außengelände umgestalten. Dazu sollen unter anderem die Spielgeräte der ehemaligen Förderschule abgebaut und erstetzt werden. Außerdem bekommt die Feuerwehrzufahrt eine neue Asphaltschicht und – noch wichtiger: Ein eigenes Tor. „Wir freuen uns schon sehr darauf, dann endlich das gesamte Gelände gemeinsam nutzen zu können“, sagt Schulze.

Bedarf an Kinderbetreuung steigt

Denn eines steht sicher fest: Der Bedarf an Kinderbetreuung in Garbsen steigt nach wie vor. „Wir haben lange Wartelisten und müssen immer wieder Eltern vertrösten“, berichtet Schulze. Bei seiner nächsten Sitzung am Montag, 5. März, befasst sich der Rat der Stadt Garbsen unter anderem mit dem Bedarf an Betreuungsplätzen. Der Tenor der Verwaltung lautet:  Wenn die Stadt nicht schnell erweitert und baut, wird sich die Betreuungssituation verschlechtern. Durch neue Baugebiete und den Zuzug von Flüchtlingsfamilien steige die Kinderzahl an. Auch in der AWO-Kita in der ehemaligen Förderschule Am Kleegrund könnten Plätze eingerichtet werden. Die Stadtverwaltung hat diese Entwicklung in ihrer Bedarfsplanung genau analysiert. „Wir werden entsprechend reagieren – als nächstes mit den Kita-Neubauten Campus und Murmelstein“, schreibt Stadtsprecher Benjamin Irvin.

Geeignetes Personal ist schwer zu finden

Die Diskussion wird auch Kita-Leiterin Schulze aufmerksam verfolgen. Ein Problem gibt sie bereits jetzt zu bedenken: „Es wird immer schwieriger, geeignetes Personal für die Kinderbetreuung zu finden.“ Als sie angefangen habe, seien bis zu 100 Bewerbungen auf einen Arbeitsplatz als Erzieher eingegangen. Heute würden diese dringend gesucht.

Sandra Hübner (links) und Christina Schulze nehmen die Spende von Thomas Hausmann entgegen. Quelle: privat

Von Spende wird ein Spielgerät gekauft

Das Außengelände der AWO-Kita Am Kleegrund bekommt demnächst ein neues Spielgerät. Das Geld dafür, 350 Euro, stammt aus einer Spende von Thomas Hausmann. Er organisiert seit 18 Jahren den Sozialen Flohmarkt. Dieser wurde in diesem Jahr beim Stadtfest auf dem Rathausplatz aufgebaut.

Gleichzeitig sammeln fleißige Helfer rund um Sandra Hübner, Vorsitzende des Elternrats, zusätzliche Spenden. Sie stellten den Besuchern des Stadtfestes die Einrichtung vor und verkauften Lose.

Was genau von den Spenden angeschafft wird, das kann und will Kita-Leiterin Christina Schulze noch nicht verraten: „Das dürfen die Kinder bei einer Abstimmung entscheiden.“

Von Gerko Naumann

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