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Umland Garbsen Nachrichten An diesen Standorten gibt es Wlan-Hotspots
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17:37 21.02.2018
Bürger können sich kostenlos im Hotspot Garbsen einwählen. Quelle: Linda Tonn
Garbsen-Mitte

 Bei der Digitalisierung hat die Stadt einen wichtigen Schritt nach vorne gewagt. In der Rathaushalle und der Stadtbibliothek können die Bürger ab sofort kostenlos im Internet surfen. Möglich machen das fünf sogenannte Hotspots, die die Stadtwerke Garbsen in Zusammenarbeit mit dem Telefonanbieter htp angebracht hat. „Wir sehen es als ein gemeinsames Testprojekt“, sagt Siegbert Hahnefeld, der Geschäftsführer der Stadtwerke. Wer sich in das öffentliche Netz einwählt, hat auf dem gesamten Rathausplateau und in der Bibliothek Empfang und kann unbegrenzt und kostenlos surfen. 

Kein Zugriff auf rechtswidrige Internetseiten

Gebremst hatte die Einführung eines frei zugänglichen Wlan-Netzes die sogenannte Störerhaftung. Bis zu einer Gesetzesänderung am 30. Juni 2017 mussten Betreiber eines Wlan-Netzes für die Rechtsverstöße von Nutzern geradestehen – diese Pflicht ist nun aufgehoben. Damit war für die Politik der Weg frei für die Einrichtung der Hotspots. Ganz uneingeschränkt können die Garbsener dennoch nicht surfen. Ein Filtermechanismus im neuen Wlan-Netz verhindere den Zugriff auf Webseiten mit rechtswidrigen oder pornografischen Inhalten, so Karsten Schmidt von htp. Und auch das Streamen von Filmen sei nicht möglich.

Mehr Wlan-Hotspots in der Stadt

„Die Hotspots sind ein Zugewinn für das Rathaus“,  sagte Bürgermeister Christian Grahl. Er wies auf die Nutzung bei den zahlreichen Veranstaltungen, Konzerten und Projekten mit Schülern im Rathaus hin. Was die Digitalisierung angehe, stehe Garbsen erst am Anfang, meint Ratsherr Gunther Koch (CDU). Seine CDU/FDP-Fraktion hatte bereits im Mai 2016 das freie Internet beantragt. „Natürlich muss sich die Verwaltung jetzt auch Gedanken darüber machen, welche anderen Flächen mit Hotspots ausgestattet werden müssen.“

Das ist ein Hotspot

Hotspots sind drahtlose Internetzugangspunkte, die in öffentlichen Räumen wie Bibliotheken, Flughäfen und Bahnhöfen, und in privaten Räumen wie Cafés und Restaurants installiert sind.  Nutzer können sich ohne Passwort von Geräten wie Smartphones, Tablets und Laptops aus einwählen. Wer den Hotspot im Rathaus Garbsen oder der Bibliothek nutzen will, wählt in der Netzwerkliste seines Geräts „Hotspot Garbsen“ an. Der Empfang in der Rathaushalle ist je nach Entfernung zum Hotspot unterschiedlich. Die Internetnutzung ist kostenlos. ton

„Verwaltung steckt im analogen Zeitalter fest“

Ganz neu ist die Forderung, freie Internetzugänge im Rathaus einzurichten, nicht. Im Januar 2012 forderten die Grünen die Einrichtung von Wlan-Hotspots im Foyer und in den Sitzungsräumen. „Wir freuen uns, dass es sechs Jahre später zur Umsetzung kommt, die unserem Antrag weitestgehend entspricht“, sagte der Vorsitzende der Grünen-Ratsfraktion, Darius Pilarski. Dennoch stecke die Verwaltung der Stadt Garbsen tief im analogen Zeitalter fest. Zusätzlich zum Wlan sei es auch denkbar, Behördengänge künftig elektronisch zu gestalten. 

Geschäftsleute sollen sich zusammentun

Zurückhaltend äußerte sich Bürgermeister Grahl zur Ausweitung des freien Netzes. Zunächst einmal wolle man die Hotspots im Rathaus testen. In einem nächsten Schritt könnte der gesamte Rathausplatz und weitere Orte einbezogen werden. Dazu müssten aber Gespräche mit den dortigen Geschäftsleuten geführt werden. „Technisch ist es möglich, das freie Wlan-Netz auf ein größeres Gebiet auszuweiten“, erklärt Schmidt von htp. Hahnefeld wünscht sich, dass die Digitalisierung stufenweise ausgebaut werde. Man könne sich auch einen „Garbsen Hotspot“ vorstellen, zudem sich Geschäftsleute und öffentliche Einrichtungen zusammenschließen. Dieser Idee schließt sich Pilarski von den Grünen an: „Ich hoffe, dass so etwas nicht erst 2022 umgesetzt wird.“

Von Linda Tonn

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