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Umland Garbsen Nachrichten Golfclub Garbsen setzt sich für Naturschutz ein
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00:34 09.03.2018
Freuen sich über die Auszeichnung: Dagmar Strube (von links), Martin Bocksch, Bodo Rüdiger, Sebastian Böhm und Stefanie Markworth. Quelle: Jutta Grätz
Schloß Ricklingen

 Einsparung von Ressourcen, Naturschutz und biologische Vielfalt: Das sind nur drei Ziele des Programms „Golf und Natur“, dem sich der Golfclub Garbsen angeschlossen hat. Seit rund zwei Jahren lässt sich der Verein mit aktuell rund 850 Mitgliedern zertifizieren. Die für 2016 selbst gesteckten Ziele und damit die zweite Stufe des Programms sind erreicht. Dafür hat der Club am Montag das Silberzertifkat erhalten.

Projekt ist nachhaltiger Naturschutz

Rund eine Stunde waren Martin Bocksch vom Deutschen Golfverband, Bodo Rüdiger vom Zertifizierer DQS und Greenkeeper Sebastian Böhm auf der rund 55 Hektar großen 18-Loch-Anlage unterwegs – begleitet  von Dagmar Strube vom Garbsener Nabu. Der Verein kooperiert seit mehr als zehn Jahren mit dem Golfclub und betreut das Fledermaus-Winterquartier in einem ehemaligen Pumpenhaus. Der Schutz von Fledermäusen war eines der Ziele des Projekt. Der Nabu hatte vier neue Kästen für die Segler auf der Anlage installiert. „Das Projekt ist nachhaltiger Naturschutz“, sagt Strube. Es zeige erste Erfolge: Neun Arten der scheuen und nachaktiven Tiere habe sie gezählt, sagt Strube, unter anderem die seltene Fransenfledermaus. 

Auch eine Fransenfledermaus ist auf der Anlage des Golfclub Garbsen gesichtet worden. Quelle: Nabu

Der Golfclub hat sich mit dem Programm nicht nur verpflichtet, Fauna und Flora der Anlage zu pflegen,  sondern auch sorgsam mit den Ressourcen umzugehen. „Wir haben in den vergangenen Monaten jede Lampe auf moderne LED-Technik umgestellt“, berichtet Stefanie Markworth, die das Projekt im Verein koordiniert.

Jetzt soll es noch einen Schritt weiter gehen. Für das Gold-Zertifikat hat sich der Golfclub fünf neue Aufgaben gestellt: Unter anderem mit dem Pflanzen von Frühblühern und dem Aufstellen von Nistkästen für Waldkauze soll die biologische Vielfalt auf der Anlage weiter gefördert werden. „Die Anlage ist schon jetzt schon sehr naturnah“, sagt Markworth. Dachse, Rehe, viele Insektenarten und Raubvögel wurden gesichtet. Geplant ist auch ein neuer Teich an Bahn 12, um die Beregnung der Spielflächen zu verbessern.

Vier neue Nistkästen aus Holzbeton: Der Golfclub Garbsen hat für das Projekt "Golf und Natur" viele Aufgaben erfüllt. Quelle: Jutta Grätz

Von Jutta Grätz

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