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Nachrichten Humanisten bringen Ausstellung über Luther ins Rathaus 
Umland Garbsen Nachrichten Humanisten bringen Ausstellung über Luther ins Rathaus 
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14:01 23.11.2017
Die Ausstellung wirft einen Blick auf die schwarze Seite Martin Luthers.  Quelle: Archiv/AP
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Garbsen-Mitte

 Die Wanderausstellung "Von Golgatha nach Auschwitz" über Martin Luther ist vom 27. November bis zum 1. Dezember im Rathaus zu sehen. Inititator ist der Ortsverband Garbsen des Humanistischen Verbandes Deutschland. Die lutherkritische Ausstellung tourt seit dem 4. Oktober 2016 durch Deutschland.  Sie zeigt auf Wandtafeln die Schmähschriften und Vorurteile des Reformators in Bezug auf Juden und das Judentum. Die Lutherzitate werden in den historischen Kontext einsortiert. Luthers Biografie ist ebenfalls Thema. Zudem wird der historische Antisemitismus der christlichen Religionen dokumentiert. Die inhaltliche Gestaltung der Wandtafeln übernahmen christliche und jüdische Theologen sowie Historiker.

Luther hat auch eine „schwarze Seite“

„Der Reformator ist bei den meisten Ausstellungen des abgelaufenen Lutherjahres als durchweg positiv dargestellt worden, insbesondere in denen der evangelischen Kirche“, sagt Karl-Otto Eckartsberg, Vorsitzender der Garbsener Humanisten. „Luther hatte auch eine ganz andere Seite, er war glühender Antisemit.“  Ziel der Ausstellung sei es, Luther als Menschen voller Widersprüche zu zeigen und vor allem jungen Menschen zu erklären, wo der Hass auf Juden herrühre, schreiben die Veranstalter. Sie weisen zum Beispiel darauf hin, wie die Nationalsozialisten Luthers Schriften als Rechtfertigung für ihren Hass auf Juden missbraucht haben. Partner der Ausstellung ist die jüdische Hochschule in Berlin.

Historiker Reinhold Schlotz spricht zur Eröffnung

Die Ausstellung in der Rathaushalle wird am Montag, 27. November, um 17 Uhr eröffnet. Es sprechen der stellvertretende Bürgermeister Rüdiger Kauroff, der Präsident des Humanistischen Verbandes Niedersachsen, Guido Wiesner, und Ingrid Wettberg, Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover. Im Anschluss folgt ein Vortrag des Historikers Reinhold Schlotz, der unter anderem Herausgeber von "Luthers judenfeindlichen Schriften 1-3" ist. Schlotz beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit Luther. Er ist unter anderem Autor des Buches „Von Golgatha nach Auschwitz – Die Mitverantwortung des Christentums für den Holocaust“.

Von Katharina Hemmer

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