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Umland Garbsen Nachrichten IGS und Jugendberufsagentur wollen eng kooperieren
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17:26 25.02.2018
Hartmut Berg (Koordinator der Jugendberufsagentur, links) und Andreas Hadaschik (Schulleiter der IGS) unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. Quelle: Linda Tonn
Garbsen-Mitte

 Knapp 300 Meter trennen die Integrierte Gesamtschule (IGS) Garbsen an der Meyenfelder Straße und die Jugendberufsagentur am Rathausplatz – ein kurzer Weg, der jetzt auch praktisch genutzt werden soll. Beide Partner haben eine sogenannte Kooperationsvereinbarung unterschrieben, die ihre Zusammenarbeit künftig strukturieren und vertiefen soll. Auf neun Seiten haben die IGS und die Jugendberufsagentur Handlungsanweisungen zusammengetragen. „Wir wollen durch gute Beratung und intensive Betreuung jeden Schüler in eine duale Ausbildung oder ein Studium bringen“, formuliert IGS-Schulleiter Andreas Hadaschik das erklärte Ziel. „Niemand soll verloren gehen.“ 

Berufsberater und Ausbildungslotsen im Einsatz

Schon jetzt sind an der IGS Berufsberater und Ausbildungslotsen im ständigen Einsatz. In Gesprächen mit den Schülern versuchen sie herauszufinden, wo sie bei der beruflichen Orientierung unterstützen können und welche Fragen die Jugendlichen beschäftigen. „Was will ich überhaupt werden?“, „Wo finde ich Ausbildungsplätze?“, „Welchen Abschluss brauche ich?“, „Wie schreibe ich eine Bewerbung?“ seien Themen, bei denen viele der Schüler Hilfe bräuchten, stellen die Berufsberater fest. 

Die Kooperationsvereinbarung will die vielen Akteure, die die jungen Menschen auf dem Übergang zwischen Schule und Berufsleben begleiten, zusammenbringen. „Das ist in der Region Hannover bisher einmalig“, sagt Hartmut Berg, der Koordinator der Jugendberufsagentur. „Wir wollen nicht nur partiell zusammenkommen, sondern gehen auch gegenseitige Verpflichtungen ein.“ Der Vertrag gilt zunächst für ein Jahr. „Das Ganze ist ein lernender Prozess“, sagt Berg. Mit Ablauf der Zeit wollen man die Zusammenarbeit evaluieren und die gemeinsamen Erfahrungen auswerten. 

Feste Ansprechpartner bei der Jugendberufsagentur

Für die Jugendlichen bedeutet die Zusammenarbeit konkret, dass sie feste Ansprechpartner bei der Jugendberufsagentur bekommen. Zudem sollen sie sich in regelmäßigen Sprechstunden informieren können und eine individuelle Unterstützung bekommen. „Wir stellen jetzt schon fest, dass manche Schüler mehrere Stunden Betreuung brauchen und manche die Information einmal aufnehmen und dann nie wieder kommen“, sagt Claus Kansersky, der als Ausbildungslotse die Schüler verschiedener Jahrgänge an den Start ins Berufsleben heranführt. 

„Wir haben auch benachteiligte Jugendliche im Blick“, sagt Hadaschik. Berufsberatung bedeute auch, finanzielle Unterstützungen anzubieten und auf persönliche Probleme einzugehen. „Nicht für jeden verläuft der Weg gradlinig.“ Auch für Schüler mit Handicap solle die Hilfe intensiviert werden. „Wir erhoffen uns Vernetzungen mit Arbeitgebern, sodass wir Praktikumsplätze leichter vermitteln können“, so Hadaschik. Wichtig sei ihm auch, dass die Eltern in die Beratung einbezogen würden.

Kooperation wird ausgeweitet

Die Kooperationsvereinbarung werde auch auf die beiden weiteren Schulstandorte in Garbsen ausgeweitet, sagt Birgit Schrader, die bei der Stadt den Bereich Bildung und Kinderbetreuung leitet. Zudem sei entscheidend, dass die Betreuung beim Einstieg ins Berufsleben nicht mit dem Abschluss der Schule ende. „Durch das intensive Zusammenarbeiten zwischen Schülern und Berufsberatern entsteht ein Vertrauensverhältnis“, sagt Schrader. „Darauf soll auch nach der Schulzeit aufgebaut werden.“

Von Linda Tonn

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