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Umland Garbsen Nachrichten Jugendzirkus aus Garbsen fliegt nach Nepal
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00:29 09.06.2018
Die Träumer, Tänzer und Artisten sind für den Auftritt bei einem Festival für zehn Tage nach Nepal gereist. Quelle: Privat
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Garbsen/Kathmandu

„Packt eure Sachen, ihr schlaft für eine Nacht woanders“. Mit einer klaren Ansage und einem unerwarteten Umweg begann für die Gruppe Träumer, Tänzer und Artisten der erste Tag ihrer Reise nach Kathmandu in Nepal. Ungefähr einen Tag hatte allein die Anreise gedauert. Dann kam die Gruppe in der Schule an, die das International Children’s Theater Festival ausrichtete, an dem sie teilnehmen würden. Mit einer Seilbahn fuhren die Garbsener etwa 2500 Meter auf den Berg Chandragiri hinauf. Sie schwebte direkt über dem Dschungel entlang. Oben angekommen ging es zu Fuß wieder hinunter.

Mit einem eigens für das Festival entworfene Programm ist die Gruppe Träumer, Tänzer und Artisten nach Kathmandu in Nepal gereist. Neben den Auftritten hatten sie noch Zeit, das Land zu erleben.

Die Reisegruppe wanderte 13 Kilometer durch den Dschungel. „Das war ziemlich anstrengend, vor allem nach einer Nacht ohne Schlaf, aber die wunderschöne Landschaft und die Natur beeindruckten uns dafür umso mehr“, berichtet Teilnehmerin Alida Blaschke.

Für zwei Nächte blieben die Artisten in den Bergen und schliefen in Zelten und kleinen Cottages, bevor es zurück in die Stadt ging. „Die Natur um mich herum zu haben war eine der schönsten Erlebnisse für mich“, erzählt Blaschke. „Allerdings hat mir nicht gefallen, dass wir nie den aktuellen Plan für den Tag kannten“. Schon am Anreisetag mussten die Garbsener lernen, dass nepalesische fünf Minuten weitaus länger als deutsche fünf Minuten sind. Und das Pläne sich schneller ändern können als das Wetter.

Immerhin: Zum Festivalbeginn mussten die Teilnehmer den Berg nicht hinunterwandern, sondern wurden von einem Bus abgeholt. Diese Fahrt war aber mindestens genauso aufregend, da sie quer durch die Berge führte. Das Festival wurde von einer Schule ausgerichtet, in der die Künstlern aus vielen Ländern übernachteten. Außer den Garbsenern waren noch Theater- und Tanzgruppen aus Indien, Indonesien, Sri Lanka, Nepal, Bangladesch, der Slowakei, Russland und Dänemark vertreten. Die Träumer, Tänzer und Artisten waren die einzige Zirkusgruppe und konnten das Publikum so in ihren Bann ziehen, dass sie noch ein zusätzliches Mal auftreten durften.

Trotz kleiner und größerer Pannen mit der Technik konnten die Garbsener ihre Show erfolgreich beenden. „Der Zusammenhalt unserer Gruppe, vor allem während eines mehrfachen Stromausfalls, war sehr schön“, erinnert sich Trainerin Stephanie Höll.

Die letzten Tage genossen die Artisten ihre freie Zeit und besuchten die Innenstadt sowie einen Tempel. „Insgesamt waren wir sehr erfreut über die Gastfreundlichkeit und die Herzlichkeit der Menschen“, erzählt Trainerin Antje Blaschke. „Alle waren sehr hilfsbereit und haben sich umfassend um uns gekümmert.“

Von Katharina Hemmer

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