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Umland Garbsen Nachrichten Kinder wünschen sich Spaßbad und Seilbahn
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00:29 28.03.2018
Lenn (links) und Lukas (beide 10) zeigen Bürgermeister Christian Grahl ihr Modell ihres Spaß- und Wellenbades. Quelle: Jutta Grätz
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Horst/Meyenfeld

 Wie kinderfreundlich sind Horst und Meyenfeld? Welcher Spielplatz ist am attraktivsten? Und wie sieht eigentlich ein Traumspielplatz aus? 25 Jungen und Mädchen haben beim Projekt KidsSpot der Mobilen Jugendarbeit vier Tage lang ihre Stadtteile unter die Lupe genommen. Sie haben zehn Spielplätze getestet und mit Fotos und kurzen Videos bewertet. Ihre Ergebnisse und was sie verändern wollen, haben sie am Freitag in der Horster Sporthalle vorgestellt. Das Interesse am Fazit der jungen Forscher war groß: Mehr als 70 Zuhörer, darunter Bürgermeister Christian Grahl und Günther Barthel, Vorsitzender des Sozialausschusses, sowie viele Eltern kamen zur Abschlusspräsentation, die die Kinder mit viel Musik gestalteten.

„Daumen hoch“ für den Horster Schulhof

Ein Favorit der Kinder ist der Spielplatz der Horster Grundschule an der Humboldtstraße. Er punktet mit Kletterturm, Storchennestschaukel und einem Trampolin. Nur beim Belag des Fußballplatzes heißt es „Daumen runter“. „Asphalt ist dafür nicht gut geeignet“, sind sich die Forscherkids einig. „Die Schaukel muss wieder her“, bemängeln die Kinder beim Spielplatz Im Stühe. Die Stadt hatte sie wegen einer Rückrufaktion des Herstellers abmontieren lassen. Und auf dem Spielplatz an der Lessingstraße entdeckten die Jungen und Mädchen Gehwegplatten, die aus dem Boden ragen – „Vorsicht: Stolpergefahr“ steht in ihrer Bewertung. 

Beim Projekt KidsSpot haben 25 Kinder Spielplätze in Horst und Meyenfeld getestet und bewertet. Ihr Fazit: Es gibt viele gepflegte Flächen mit spannenden Spielgeräten, aber auch einiges zu verbessern.

Spielhaus, Rutsche, Trampolin, viele Sitzmöglichkeiten, Sauberkeit: Mit sehr gut schneidet auch der Spielplatz am Speckmannsweg in Meyenfeld bei den Kindern ab. Gleich mehrere Kritikpunkte gibt es dagegen beim Spielgelände an der Röntgenstraße: Dort steht ein Trafohäuschen, das die Kinder als „gefährlich“ empfinden. „Da könnte man einen Zaun drumherum bauen“, schlagen die Kinder vor. „Und ganz besonders die B6 stört beim Spielen“, betonen die Kinder und meinen damit nicht nur den Verkehrslärm, sondern auch die zeitaufwendigen Überwege über die Bundesstraße, die den Ort durchschneidet. 

Kinder entwerfen Traumspielplätze

Viele Ideen für ihre ganz persönlichen Traumspielplätze setzten die Jungen und Mädchen in einer Kreativwerkstatt um: Ihre Modelle zeigten Vorschläge von der Seilbahn bis zu einem Spass- und Wellenbad. Das hatten Lenn und Lukas (beide 10) entworfen, samt Riesenröhrenrutsche, einer Fläche zum Chillen und großem Süßigkeitenstand.  „Ihr Kinder seid die Experten – Eure Arbeit ist nachhaltig, eure Botschaft geht an die Politiker“, lobte Grahl das Engagement der Kinder in den Ferien. „Das Projekt war echt cool, ich hätte es gern noch länger gemacht“, sagte Adrian in seinem Videobeitrag. 

Alle bisher bei KidsSpot bewerteteten Spielplätze in Osterwald und Altgarbsen sind mit Fotos und Videos auf www.kidsspot-garbsen.de veröffentlicht.

Von Jutta Grätz

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