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Umland Garbsen Nachrichten Stadt Garbsen muss Krippenplätze schaffen
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17:31 21.02.2018
Viele Plätze fehlen: Neubau der Kita Murmelstein und der Campuskita sollen für Entspannung bei der Suche nach Krippenplätzen sorgen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Garbsen

 Garbsen muss sich im Bereich der Kinderbetreuung als wachsende Universitätsstadt auf eine stetig steigende Nachfrage an Plätzen wappnen. Das hat Sozialdezernentin Iris Metge am Mittwochabend im Sozialausschuss erneut betont. Die Nachfrage an Krippenplätzen werde auf eine Quote von weit mehr als 39 Prozent ansteigen, sagte Metge. Das Modell der Tagesmutter läuft aus – die meisten Eltern würden ihre Kinder in Krippen unterbringen. Auch bei den Kindergartenplätzen käme es zu Engpässen.

Nachfrage an Kitaplätzen lässt sich vorhersagen

Die Kindertagesstättenbedarfsplanung 2018, die dem Ausschuss zur Abstimmung vorlag, berechnet, wie viele Plätze in Krippen, Kindergärten und Horten künftig benötigt werden. „Eine Prognose zu erstellen ist schwierig, weil wir nicht genau wissen, wie viele Kinder tatsächlich geboren werden“, sagte Metge. Mithilfe von statistischen Daten der Region und dem sogenannten Hildesheimer Bevölkerungsmodell ließe sich die Nachfrage allerdings in großen Teilen vorhersagen.

Mehr als 150 Krippenplätze fehlen

Für den Bereich der Krippen heißt das: Im Krippenjahr 2017/18 könnten 150 Plätze fehlen. „Durch den Neubau der Kita Murmelstein und der Campuskita kommen schon 47 Plätze neue hinzu“, sagte Metge. Für die fehlende Versorgung sei man in Gespräch mit den kirchlichen Einrichtungen. Zudem müsse das Theme Kinderbetreuung auch beim Wohnungsneubau mitbedacht werden. 

Auch das Vorhaben der niedersächsischen Landesregierung, eine Beitragsfreiheit für Kindergartenplätze einzuführen, stelle die Stadt vor einer Herausforderung. „Das heißt, dass die Nachfrage auf bis zu 100 Prozent steigen wird“, sagte Metge. In den kommenden Jahren fehlten dann mehr als 85 Plätze. „Finanziell ist das Thema Beitragsfreiheit noch nicht gelöst“, so die Sozialdezernentin. Dazu komme, dass Eltern künftig frei wählen können, wann ihr Kind eingeschult wird. Auch das werde für Einrichtungen in der Stadt schwierig.

Die Mitglieder des Sozialausschusses stimmten dem Plan der Stadt und dem Ausbau des Betreuungsangebots einstimmig zu. Der Rat entscheidet am 5. März.

Von Linda Tonn

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