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Umland Garbsen Nachrichten Kiss-and-Go-Zone in Horst ist ein Erfolg
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00:32 01.06.2018
"Es funktioniert": Michael Hoheisel von der Stadt Garbsen und Schulleiterin Tanja Külich am Schild, das auf die Hol-und Bringzone hinweist. Quelle: Anke Lütjens
Horst

Vor einem Jahr haben die Stadt und die Grundschule Horst sogenannten Elterntaxis den Kampf angesagt: Rund 100 Meter vom Schulgebäude entfernt wurde – zunächst als Versuch – eine Hol- und Bringzone, umgangssprachlich auch Kiss-and-Go-Zone, eingerichtet. Diese richtet sich an Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Weiter als zwischen die beiden Hinweisschilder dürfen sie nicht fahren und auch nur kurz anhalten, damit das Kind aussteigen kann. Michael Hoheisel, bei der Stadt für Verkehrssicherheit und Straßenverkehr zuständig, und Schulleiterin Tanja Külich ziehen ein positives Fazit. „Es ist eine deutliche Entschärfung eingetreten“, sagt Külich.

Eltern fuhren bis direkt vor die Schule

Es habe seitdem zu den Hol- und Bringzeiten um kurz vor 8 und um 13 Uhr kein wildes Rangieren mehr gegeben und der Verkehr fließe. Gespräche und Markierungen hatten zuvor nicht gefruchtet, um die Gefahr durch die Elterntaxis zu verhindern: Mütter und Väter hätten ihre Kinder bis vor die Grundschule gebracht und damit oftmals für unübersichtliche Situationen gesorgt, sagt Külich. Die Schule liegt mitten in einem Wohngebiet mit engen Zufahrtswegen und einem Garagenhof. Morgens kommt zudem noch der Schulbus aus Meyenfeld.

Jetzt hält sich die Mehrheit der Eltern nach Angaben der Schulleiterin an die Schilder. „Es läuft gut“, sagte sie. Die Schule erinnere in Gesprächen und in Elternbriefen an die Haltezone. „Auch Eltern sprechen andere Eltern an oder die Kinder weisen ihre Eltern darauf hin“, so Külich. Bei Härtefällen spricht Guido Parbs, Kontaktbeamter bei der Polizei Garbsen, die Autofahrer direkt an. Polizei und Stadt halten in Horst keine weiteren Vorschriften für erforderlich. Deshalb bleibt die Zone bestehen. „Sie lebt vom Mitmachen“, betonte Hoheisel.

Situationen an anderen Grundschulen werden geprüft

Für die Stadt sei die Sicherheit der Grundschüler auf dem Schulweg eine Herzensangelegenheit, betont Hoheisel. Auch an der Grundschule James Krüss in Berenbostel gibt es eine Hol- und Bringzone, die funktioniert. „Als Stadt arbeiten wir lieber mit Angeboten als mit Verboten“, sagt er. Zusammen mit den Schulleitungen und der Polizei will sich Hoheisel nach den Sommerferien die Situation vor den Grundschulen Stelingen und Osterberg anschauen. Es solle geprüft werden, was dort zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beigetragen werden könne. Nicht überall seien Hol- und Bringzonen möglich, sagt Hoheisel. „Wir müssen die passenden Mittel für die jeweilige Schule und Situation finden.“

Auch an der Grundschule Stelingen soll die Verkehrssituation entschärft werden, die durch Elterntaxis entsteht. Quelle: Jutta Grätz

Grundschule Stelingen sucht nach Lösungen

An der Grundschule Stelingen zeigt sich morgens um 8 und nachmittags um 15 Uhr das gleiche Bild: Die Autoschlage reicht bis um die Kurve in die stark befahrene Engelbosteler Straße, einige Fahrzeuge parken in zweiter Reihe vor dem Schulhof. „Wir versuchen, die Eltern bei Elternabenden und per Anschreiben dafür sensibilisieren, dass ihre Kinder möglichst selbstständig zur Schule kommen und raten zu Gehgemeinschaften“, sagt Schulleiterin Bettina Reuter.

Reuter und ihre Kollegen setzen auf Aufklärung – auch bei den Kindern etwa im Verkehrsunterricht oder bei den Schulbesuchen des Kontaktbeamten Dennis Kortschakowski von der Polizei. Schulleiterin Reuter will auch mit der Stadtverwaltung über die Verkehrssituation und die Einrichtung einer Kiss-and-Go-Zone sprechen. Auch Anwohner hatten immer wieder berichtet, die Verkehrssituation vor der Grundschule sei oft unübersichtlich und führe teilweise zu gefährlichen Situationen. jgz

Von Anke Lütjens

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