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Umland Garbsen Nachrichten Energieberater geben Hausbesitzern Tipps 
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00:26 28.03.2018
Karsten Vogel (von links) lässt sich von Daniel Otto und Christoph Felten beraten. Quelle: Anke Lütjens
Meyenfeld

 Das neue Beratungsangebot „Wohnen mit Plus: effizient, komfortabel, sicher“ der Klimaschutzagentur Region Hannover ist ein Pilotprojekt mit der Stadt Garbsen. Regionsabgeordneter und Ratsherr Karsten Vogel aus Meyenfeld hat es als Erster wahrgenommen. Mehr als 20 Hausbesitzer haben sich bereits angemeldet.

Experten kommen ins Haus

Die Berater kommen ins Haus und gehen Energiefressern, Stolperfallen und Sicherheitslücken nach. Sie haben die Aspekte Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Sicherheit im Hinblick auf Einbruchs- und Brandschutz im Blick. Dabei kooperiert die Agentur auch mit der Polizei und der Wohnberatung der Region. Ziel ist, die Häuser fit für die Zukunft zu machen. „Ich war einerseits neugierig und wollte das Angebot als Regionsabgeordneter gerne wahrnehmen. Andererseits ist in absehbarer Zeit eine neue Heizung fällig“, sagte Vogel. Dafür wolle er Informationen sammeln.

Ziel sei, den Hausbesitzern Orientierung und Entscheidungssicherheit zu geben, damit sie keinen falschen Weg einschlagen und unnötige Kosten anfallen, sagte Christoph Felten von der Klimaschutzagentur. Vogel zieht in Erwägung, eine neue Heizung mit einer Solaranlage zu kombinieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert energetische Sanierungen, erfuhr Vogel. Die Doppelhaushälfte in der er mit seiner Frau lebt, ist 20 Jahre alt und hat 120 Quadratmeter Wohnfläche.

Berater Daniel Otto (rechts) rät Hausbesitzer Karsten Vogel (Mitte) zu einer Brennwertheizung. Christoph Felten (links) von der Klimaschutzagentur begleitet die Beratung. Quelle: Anke Lütjens

Zunächst füllte Berater und Bauingenieur Daniel Otto einen Fragebogen aus. Der Energieverbrauch liegt bei 145 Kilowatt pro Quadratmeter und Jahr und ist damit schon recht gut, meinte Otto. Der Wert könne aber noch verbessert werden beispielsweise mit der Dämmung der Kellerdecke, um Wärmeverlust zu vermeiden. „Das kann man mit einigem Geschick auch selbst machen“, sagte Otto. Dach und Hauswände sind gedämmt.

Tipps zur neuen Heizung

Bei einer neuen Heizung empfahl der Fachmann eine Brennwertanlage. Zusammen mit einer Regelung kann die bis zu zehn Prozent Energie einsparen. Außerdem riet er zu einem hydraulischen Abgleich, damit jeder Heizkörper die Wärme bekommt, die er braucht. Weiterer Tipp: Bei wenig genutzten Räumen reicht eine Temperatur von 16 Grad aus. Alternativen zur neuen Heizung wären eine Pelletanlage oder eine gemeinsame Anlage mit dem Nachbarn.

In puncto Sicherheit sind Fenster und Türen bereits gut ausgestattet, nur eine Tür sollte nach Ansicht des Fachmannes noch nachgerüstet werden. Otto legte Vogel die Anschaffung einen Feuerlöschers nahe. Bei nicht einsehbaren Türen empfiehlt der Fachmann Spion und Gegensprechanlage. Auch Beleuchtung von außen, TV-Attrappen und Licht-Zeitschalter können vor Einbrechern schützen.

Berater Daniel Otto (rechts) prüft die Verriegelung der Terrassentür von Karsten Vogel. Quelle: Anke Lütjens

Im Hinblick auf Barrierefreiheit riet Otto, die Terrasse der Vogels ebenerdig an die Tür anzugleichen. Für ein komfortables Heim im Alter empfahl er Handläufe sowie Steckdosen, Fenstergriffe und Thermostate in bedienbarer Höhe. Ottos Fazit lautete, dass Vogel eine Weiterberatung durch die Polizei machen oder Info-Veranstaltungen besuchen sollte.

Jetzt für Beratung anmelden

Info: Kostenlose Beratungen sind noch bis  Freitag, 6. April, möglich. Private Hausbesitzer können sich unter Telefon (0511) 22002288 anmelden. Sechs geschulte, unabhängige Berater sind im Namen der Klimaschutzagentur für die Beratungen unterwegs. Diese dauern 90 Minuten. Bei Bedarf bietet die Agentur im Anschluss weitere Unterstützung an. Die Berater helfen beispielsweise beim Beantragen von Fördergeldern. Weitere Informationen sind unter www.wohnen-mit-plus.de erhältlich.

   

Von Anke Lütjens

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