Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Eine Parabel über die Menschlichkeit 
Umland Garbsen Nachrichten Eine Parabel über die Menschlichkeit 
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:53 25.02.2018
Der Dorfrichter Azdak fällt im Streit um das Kind ein salomonisches Urteil. Quelle: Bernd Böhner
Garbsen-Mitte

 Eine Parabel über die Menschlichkeit: Mit diesen Worten ist das Drama „Der Kaukasische Kreidekreis“ von Berthold Brecht überschrieben. Zu sehen ist das Schauspiel am Sonnabend, 3. März, um 19 im Forum der IGS Garbsen. Dazu lädt der Kulturverein ein. Das Euro Studio Landgraf bringt für das Stück zwölf Schauspieler in 70 Rollen auf die Bühne.

Brecht beschäftigte sich mit dem Stoff seit Mitte der Zwanzigerjahre. Das Lehrstück über Recht, Gerechtigkeit und wahren Besitz ist an eine chinesische Sage angelehnt. Brecht schrieb es in Amerika, wo es im Jahre 1948 in Northfield/Minnesota uraufgeführt wurde. Der „Kaukasische Kreidekreis“ gehört zu seinen bekanntesten Werken.

Magd flieht in die kaukasischen Berge

Nach einem Staatsstreich gegen den Großfürsten wird der reiche Gouvernuer Abaschwili hingerichtet. Seine Witwe kann der Revolution entkommen. Sie rafft zwar ihre kostbaren Kleider zusammen und flieht, lässt aber ihren kleinen Sohn Michel im Palast zurück. Die einfache, gutmütige Magd Grusche nimmt sich nach einigem Zögern des Kleinen an. Weil auf den Nachkommen des verhassten Gouverneurs ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist, flieht sie mit dem Kind in die Kaukasischen Berge. Unterschlupf findet sie bei ihrem Bruder, Michel gibt sie als ihr eigenes Kind aus.

Um ihn zu legitimieren heiratet Grusche einen vermeintlich todkranken Bauern –dabei ist sie mit dem Soldaten Simon verlobt. Als die Nachricht vom Kriegsende eintrifft, erweist sich nicht nur der Sterbenskranke als gesund. Die Gouverneurswitwe fordert ihren Sohn zurück, um ihr Erbe zu sichern. Der Armeleuterichter Azdak muss den Streit zwischen den ungleichen Müttern mit einem salomonischen Urteil entscheiden.

Info: Karten kosten 16 bis 20 Euro, sie sind im Vorverkauf im Kulturbüro im Rathaus erhältlich. Reservierungen sind unter Telefon (05131) 707650 oder unter www.kulturgarbsen.de möglich.

    

 

Von Anke Lütjens

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Jobcenter muss einer Sechstklässlerin der Oberschule Berenbostel, deren Eltern Hartz IV beziehen, ein Tablet im Wert von 369,90 Euro bezahlen. Das hat das Sozialgericht Hannover per Eilverfahren entschieden.

25.02.2018

Am Geschwister-Scholl-Gedenktag erinnert das gleichnamige Gymnasium an seine Namensgeber, die Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl. Autor Wolfgang Brenner stellte sein Buch „Hubert im Wunderland“ vor.

25.02.2018

Die IGS Garbsen und die Jugendberufsagentur haben eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, die ihre Zusammenarbeit strukturieren und intensivieren soll. Schüler sollen noch enger beim Übergang zwischen Schule und Beruf beraten und betreut werden.

25.02.2018