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Lastwagen sind an der Hälfte der Unfälle beteiligt

Garbsen Lastwagen sind an der Hälfte der Unfälle beteiligt

30.000 Lastwagen rollen täglich über die A2. "2016 waren an der Hälfte aller Unfälle rund um Hannover Lastwagen beteiligt", sagte Volker Kluwe, Präsident der Polizeidirektion Hannover beim LKW-Sicherheitstag auf der Raststätte Garbsen-Nord. Häufigste Ursache: Ablenkung.

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Szenario Personenrettung: Mitglieder der Ortsfeuerwehr Garbsen befreien beim LKW-Sicherheitstag eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug.

Quelle: Jutta Grätz

Garbsen. Gefahren im Berufsalltag von Lastwagenfahrern, Unfallursachen und Tipps zur Vermeidung von Straftaten rund um den Güterverkehr standen im Fokus der Aktion. Die Polizeidirektion Hannover (PD) und der Gesamtverband Verkehrsgewebe Niedersachsen (GVN), richteten den LKW-Sicherheitstag bereits zum vierten Mal aus. Mit dabei: mehr als zehn Mitglieder der Ortsfeuerwehr Garbsen. Die A2 gehört zum Einsatzgebiet der Ehrenamtlichen. Erstmals unterstützten auch vier Verkehrspolizisten aus Polen den Aktionstag.

Sie rollen mit -zigtausenden Tonnen beladen über die A2, die Fahrer schauen aber auf das Smartphone statt auf die dicht an dicht fahrenden Fahrzeuge auf der Autobahn. "Ablenkung spielt als Hauptunfallursache eine immer größere Rolle", sagte Kluwe. Der Blick aufs Smartphone gehöre neben mangelndem Sicherheitsabstand zu den Hauptunfallursachen. Die A2 ist Teil der Europastraße 30 und die wichtigste Ost-West-Achse des internationalen Güterverkehrs - mit täglich 342.000 Fahrzeugen eine der am stärksten befahrenen Autobahnen Deutschlands. Kluwe forderte  eindringlich den zügigen Ausbau der A2 auf vier Spuren. "Online-Handel, Baustellen: Der Zeitdruck auf die LKW-Fahrer steigt", ergänzte Benjamin Sokolovic vom GVN. "Tippen hinter dem Steuer tötet", warnte er eindringlich. 2016 starben auf Autobahnen der PD acht Menschen.

Das Einhalten der Ruhezeiten und die korrekte Sicherung der Ladung waren auch Themen der vier Verkehrspolizisten aus dem polnischen Breslau und Posen. Begleitet von Alexandra Belka von der Polizeidirektion, die übersetzte, sprachen die Vier gezielt polnische Lastwagenfahrer an. Die meisten der Befragten seien sehr offen gewesen und an internationale Kontrollen gewöhnt, sagte Polizist Pawel Mayorowsi aus Posen. Das Hauptproblem seien die vielen Staus auf deutschen Straßen und ein immenser Zeitdruck.

Ein ganz anderes Problem wird wohl der Fahrer eines litauischen Lastzugs bekommen. Auf seinem Fahrzeug war die Ladung nicht sachgemäß und sicher befestigt, die Gurte waren extrem porös. "Weiterfahrt untersagt", waren sich die polnischen und deutschen Polizisten einig. Besonders spektakulär für die vielen Zuschauer, darunter auch rund 100 angehende Berufskraftfahrer, war das Szenario der Ortsfeuerwehr Garbsen. Sie simulierte die Rettung einer im Fahrzeug eingeklemmten Person. Mit Rettungsschere und - spreizer öffneten die Ehrenamtlichen das Fahrzeug und befreiten die Puppe namens "Manfred" bis zur notärzlichen Versorgung - in 27 Minuten. "Das war sehr ruhig und konzentriert", lobte Gruppenführer Roland Grundei.

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Von Jutta Grätz

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