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Nachrichten Mädchen und Technik - das passt!
Umland Garbsen Nachrichten Mädchen und Technik - das passt!
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00:16 16.11.2014
Mädchen begegnen im PZH dem Thema Technik: Sina Huke (rechts) zeigt Giulia Fontani (links) und Franca Wiegel im Workshop „frozen life“, was mit Gemüse im flüssigen Stickstoff passiert. Quelle: Lütjens
Garbsen

Ziel des Kongresses ist es, Mädchen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe und Studienfächer zu begeistern.

Dazu erhalten sie beim MuT-Kongress die Möglichkeit, ihre technischen Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Das Institut für Mikroproduktionstechnik der Fakultät für Maschinenbau hat den Kongress organisiert und zusammen mit Partnern und Sponsoren ein Angebot mit 13 Workshops auf die Beine gestellt. Gemeinsam mit Ingenieuren experimentierten die Teilnehmerinnen am Mittwoch inmitten der Versuchsfelder. Einige Mädchen waren sogar schon mehrfach dabei.

Jana Kelterborn ist zum dritten Mal beim MuT-Kongress. Ob sie sich einmal beruflich in Richtung Naturwissenschaft und Technik orientieren möchte, weiß die 16-Jährige noch nicht. Für Katharina Kortmann hingegen ist klar: „Ich interessiere mich sehr für technische Dinge und kann mir gut vorstellen, das beruflich zu machen“, sagt die 15-Jährige. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik: Die sogenannten MINT-Fächer und -Berufe sind längst kein Gegensatz mehr. Dennoch müssten Mädchen noch mehr motiviert werden, sich dafür zu interessieren.

Der MuT-Kongress des PZH leiste einen wichtigen Beitrag dazu, ihnen die Möglichkeiten dazu zu bieten. Darin waren sich Thomas Biedermann, Landesbeauftragter für den Wettbewerb „Jugend forscht“ in Niedersachsen, Barbara Schneider, Bildungsreferentin der Stiftung Niedersachsen Metall, Martina Behne von der Beschäftigungsförderung der Region, Holger Habenicht von der Agentur für Arbeit und Rahel Kruppe, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mikroproduktionstechnik, einig.

„Die Teilnehmerinnen des ersten MuT-Kongresses haben in diesem Jahr Abitur gemacht, drei davon studieren jetzt Maschinenbau“, sagte Mitorganisatorin Kruppe. Der Anteil der Mädchen bei „Jugend forscht“ liege heute bei 38 Prozent, vor 50 Jahren seien es fünf Prozent gewesen, ergänzt Biedermann. Auch im Hinblick auf den demografischen Wandel ist der Frauenanteil in Technikberufen relevant. Unternehmen sind durchaus an Ingenieurinnen interessiert, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und zu steigern. Der Fachkräftebedarf gerade in den Ingenieurswissenschaften bietet gute Berufs- und Karrierechancen. Die Institutionen wollen an Programmen, Beratungen und Angeboten festhalten und gemeinsam Mädchen bestärken, technische Berufe zu ergreifen. Voraussetzung dafür ist, Berührungsängste und Barrieren im Kopf abzubauen.

Anke Lütjens

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