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Umland Garbsen Nachrichten So soll der Verkehr rund um den Campus fließen
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00:39 07.04.2018
Frank Hauke (links) und Dirk Perschel von der Stadt Garbsen sehen sich auf dem Plan an, wo die Kreisel gebaut werden sollen. Quelle: Gerko Naumann
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Garbsen-Mitte

 Im Herbst 2019 soll der Campus Maschinenbau in Garbsen fertig sein. Jeden Tag arbeiten dann fast 5000 Studenten und Mitarbeiter auf dem Gelände. Und die müssen irgendwie dorthin gelangen. Deshalb haben die Leibniz Universität, die Stadt Garbsen sowie Experten aus dem Bereich Verkehrsplanung seit Jahren gegrübelt, wie der Verkehr rund um den Campus geregelt werden soll. Am Montag, 9. April, beginnen die ersten dafür notwendigen Bauarbeiten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu:

Was wird überhaupt gebaut?

Das Kernstück sind zunächst zwei Kreisverkehre. Sie entstehen in den nächsten eineinhalb Jahren an den Kreuzungen der Straße An der Universität zur Osteriede im Norden sowie zur Havelser Straße im Süden. Dazwischen ist eine sogenannte Begegnungszone geplant, an der die Studenten die Straße vom Produktionstechnischen Zentrum (PZH) zum Campus und zurück sicher überqueren können. Die Maßnahme soll im Herbst 2019 abgeschlossen sein und kostet etwa 3,6 Millionen Euro. Das Land hat der Stadt Garbsen Fördermittel von 1,8 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Warum Kreisverkehre?

Diese Lösung ist aus Sicht von Dirk Perschel vom Bereich Umwelt und Verkehr der Stadt Garbsen „fast schon zwingend, weil sie so viele Vorteile bietet“. Zum einen würden die Autofahrer auf diese Weise gebremst. Das biete mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und reduziere die Abgase. Zum anderen könnten auf den Kreiseln die Shuttle-Busse problemlos wenden, die die Menschen von der Stadtbahnhaltestelle Schönebecker Allee (früher Friedhof Auf Der Horst) nach Garbsen-Mitte bringen. Zwei Busse sollen zu Stoßzeiten im Zehn-Minuten-Takt fahren.

Wie funktioniert eine Begegnungszone?

Vor allem durch gegenseitige Rücksichtnahme, erklärt Lutz Wackermann vom Ingenieurbüro Richter aus Hildesheim. Dieses Konzept habe sich etwa in den Niederlanden als effektiv herausgestellt. „Wir haben auf dem 100 Meter langen Abschnitt bewusst auf Ampeln, Zebrastreifen und Schilder verzichtet“, sagt Wackermann. Stattdessen gibt es farblich gekennzeichnete Flächen zum Überqueren der Straße und eine leichte Rampe: „Autofahrer weist man am besten mit einem leichten Ruckeln unterm Hintern auf eine Gefahrenstelle hin.“

Gibt es während der Bauzeit Einschränkungen für Autofahrer?

Natürlich. Im Laufe der nächsten Wochen wird die Straße An der Universität nur noch von Norden (B6) nach Süden (Richtung Auf der Horst) befahrbar sein. Die Gegenrichtung ist dann für Autofahrer gesperrt. Diese Regelung gelte während der nächsten eineinhalb Jahre, sagt Garbsens Stadtbaurat Frank Hauke. Umleitungen führen über die Havelser Straße und die Walter-Koch-Straße sowie über die Garbsener Landstraße in Richtung B6. „Wir kommen also ohne Vollsperrung aus und hoffen auf Verständnis der Autofahrer“, sagt Hauke.   

Viele Autofahrer interessiert: Wie geht es an der sogenannten Hornbach-Kreuzung weiter?

Weil die B6 eine Bundesstraße ist, ist dort die Landesbehörde für Straßenbau zuständig. Und die habe bereits Pläne vorgelegt, sagt Perschel. Von der B6 in Richtung Campus und von der Langehagener Straße auf die B6 soll es in Zukunft jeweils zwei Linksabbiegerspuren geben, um den Verkehr zu entlasten. Die dafür benötigten Umbauarbeiten sind allerdings erst für 2020 geplant.   

Was wird für Radfahrer geboten?

Ein Radschnellweg bis nach Hannover scheitert bisher am Widerstand der Landeshauptstadt. „Wir hoffen, dass sich da bald etwas bewegt“, sagt Garbsens Bürgermeister Christian Grahl. Entlang des Campus ist ein vier Meter breiter Radweg geplant. Zudem soll Bikesharing angeboten werden. Das bedeutet, dass sich Studenten Fahrräder leihen können, um sich innerhalb Garbsens zu bewegen.

Wie geht es mit dem Wohnheim und der Kita weiter?

In Kürze wird eine Baustellenzufahrt eingerichtet – später wird an der Ecke Walter-Koch-Straße/Osteriede ein weiterer Kreisel entstehen. Noch im April soll der Bau des 12 Millionen Euro teuren Wohnheims beginnen. Dort kommen bis zu 162 Menschen unter. In der Kita sollen 30 Krippenkinder und 75 Drei- bis Sechsjährige betreut werden. Sie kostet inklusive Einrichtung rund 4,4 Millionen Euro. Baugebinn ist voraussichtlich in diesem Sommer.

Von Gerko Naumann

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