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16:16 29.06.2018
Staatssekretär Frank Doods (Mitte, rote Krawatte), ist mit vielen Projektbeteiligten am Mooriz vor Ort, um sich zu informieren. Quelle: Kallenbach
Resse

Zur Halbzeit des EU-geförderten Natur- und Umweltschutzprojekts Hannoversche Moorgeest präsentierten am Freitag die Projektbeteiligten von Land und Region eine Zwischenbilanz im Moorinformationszentrum in Resse. Das EU-Life+Projekt sieht in einem umfangreichen Verfahren die Renaturierung des Bissendorfer, Helstorfer, Otternhagener und Resser Moores (Schwarzes Moor) vor. Tangiert sind die vier Kommunen Wedemark, Langenhagen, Garbsen und Neustadt. Bei dem insgesamt 14,8 Millionen Euro teuren Vorhaben ist in dem Quartett das Bissendorfer Moor in der Wedemark das wertvollste Hochmoor. Das Naturschutzgroßprojekt wird zu 60 Prozent von der EU finanziert, 35 Prozent zahlt das Land Niedersachsen, fünf Prozent übernimmt die Region Hannover.

Um die Flächen auch als Lebensräume für Pflanzen und Tiere ökologisch wieder aufzuwerten, sollen die Moore wiedervernässt werden. Dabei geht es um ein 2240 Hektar großes Gebiet, in dem die Flächen für den Moorschutz erst einmal rechtlich gesichert werden mussten. In einem seit 2012 laufenden Flurbereinigungsverfahren konnten bisher rund 530 Hektar privater Moorfläche für die Umsetzung des Projekts angekauft werden. Weitere Verhandlungen – es geht um Verkauf, Tausch oder Gestattung - über rund 870 Hektar Privatflächen sollen bis 2020 abgeschlossen werden. Ein weiteres Drittel befand sich zuvor schon in öffentlicher Hand: Dort bleiben zum Beispiel die Niedersächsischen Landesforsten, Kommunen und Kirchen Eigentümer und gestatten die Arbeiten zum Moorschutz.

Im Mooriz in Resse äußerte sich Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Umweltministerium, am Freitag beeindruckt, wie viel ehrenamtliche Arbeit auch vor Ort seit Projektbeginn eingebracht wurde. „Da sieht man, wie viel langen Atem es braucht bis in diese Einrichtung hinein“, betonte er. Das Mooriz leiste sicherlich wichtige Arbeit, damit der Gedanke des Moorschutzes überspringe. Es sei eine Herausforderung für alle Beteiligten, das Projekt zeitgerecht und im Kostenrahmen zum Ende zu bringen. Der bisher im EU-Rahmen vorgesehene Abschluss wäre eigentlich auf Herbst 2023 terminiert, erläuterte der Staatssekretär. Nach jetziger Kalkulation werde das Projekt zwei Jahre länger, bis 2025, in Anspruch nehmen.

Von Ursula Kallenbach

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