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Nachrichten Sanierungsstau: Friedhofskapellen machen traurigen Eindruck
Umland Garbsen Nachrichten Sanierungsstau: Friedhofskapellen machen traurigen Eindruck
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00:15 09.09.2017
Die Kapellen auf den städtischen Friedhöfen sind in einem erbarmungswürdigen Zustand. Quelle: Tobias Forrester
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Garbsen

In den vergangenen Jahrzehnten, heißt es in der  Beschlussvorlage der Verwaltung, sei "die bauliche Unterhaltung der Gebäude auf den Friedhöfen nicht im notwendigen Umfang erfolgt". Grundlegende Maßnahmen wie die Reparatur undichter Flachdächer seien nun "sehr dringlich und unaufschiebbar geworden".

Die vier städtischen Friedhöfe befinden sich im Stadtteil Auf der Horst, in Berenbostel, Schloß Ricklingen und Stelingen. Drei der fünf Kapellengebäude werden noch für Trauerfeiern genutzt. So reißen die Klagen und Hinweise nicht ab. Zurzeit wird etwa das Dach der Kapelle Auf der Horst nach mehrmaliger Intervention des Ortsrates saniert. Die SPD hakte im März vergangenen Jahres nach und fragte nach einem Sanierungskonzept für alle Kapellen. Die Antwort liegt jetzt vor. Die Verwaltung sieht Fortschritte, aber weitere Verbesserungen seien nötig. 

Die Gebäude stammen aus den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren. Entsprechend ist ihr Zustand. Bisher ist vor allem reagiert worden - mit den allernotwendigsten Maßnahmen. So ist das Dach in der Kapelle Berenbostel nach wiederholt auftretenden Feuchtigkeitsschäden nicht grundsaniert worden, sondern die Dachhaut außen wurde erneuert und die Kapellendecke von innen verkleidet. Heizungen wurden in Berenbostel und Schloß Ricklingen modernisiert. Aktuell sind die Glasfront in der Kapelle Berenbostel (für 21.000 Euro) ersetzt und das Flachdach der Kapelle Auf der Horst in Angriff genommen worden - dort wegen ebenfalls permanent auftretender Wasserschäden. Kosten: 135.000 Euro. Lediglich 30.000 Euro waren im Haushaltsplan veranschlagt worden.

Der erforderliche Betrag von zusätzlich 105.000 Euro musste im Juni außerplanmäßig bereitgestellt werden. Der jährliche kleine Haushaltsansatz für die Instandhaltung der Kapellen liegt bei 30.000 Euro - für kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten. Kurzfristig - das heißt für die Jahre 2017 bis 2019 - sieht die Verwaltung für alle Kapellengebäude einen Finanzbedarf von rund 400.000 Euro - falls nicht wieder unerwartete Maßnahmen wegen Regenschäden notwendig werden. Der geschätzte aktuelle Wert der Gebäude auf den städtischen Friedhöfen liegt bei rund 2,3 Millionen Euro.

Der mittelfristige Geldbedarf für die Sanierung, die Erhaltung oder den Umbau der Kapellengebäude ist nach Angaben der Verwaltung nicht seriös zu schätzen. Im Blick hat sie dabei die Grundsanierung oder den Neubau des Sozialtraktes der Kapelle Auf der Horst. Außerdem ist die Wiederinbetriebnahme der alten Kapelle Berenbostel  als sogenanntes Kolumbarium im Gespräch, also als ein Gebäude mit Wandnischen für Urnen. "Pflegearme, alternative Grabstätten" seien aktuell sehr gefragt, heißt es in der Vorlage.

In den politischen Gremien ist bisher kein grundsätzlicher Widerspruch aus den Reihen der Fraktionen zu hören. Lediglich die SPD forderte, dass die ehemalige Kapelle in Stelingen, die im Sanierungskonzept gar nicht genannt wird, auf Bitten von Bürgern reaktiviert werden sollte. Davor warnt die Verwaltung: Der fehlende Stromanschluss erschwere "eine intensivere Nachnutzung".

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