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Umland Garbsen Nachrichten Oberschüler verschönern Schulfassade mit Kunst 
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02:32 09.03.2018
Zuzanna (13, von links), Serin , Aylin (beide 11) Madalina (13) und Keiu (12) arbeiten unter Anleitung von Malay Keophilavanh an ihren Skizzen. Quelle: Jutta Grätz
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Garbsen/Godshorn

 Fliegende Pommes, Haie im Nicht-Raucher-Bereich und galaktische Welten:  Den künstlerischen Ideen der 75 Sechstklässler der Oberschule Berenbostel sind keine Grenzen gesetzt. Die Schüler gestalten mit ihrer Kunst die Fassade der Oberschule Berenbostel neu. Aus vielen Einzelbildern wird ein Gesamtkunstwerk, das ab Sommer das Portal der ehemaligen Realschule verschönern soll.  „Jetzt wird es bunt“ heißt das Projekt, das Claudia Ghouri, Sabine Oppermann und Malay Keophilavanh von „Einfach genial“ betreuen. Ihr Atelier ist das Brandboxx-Gebäude im Gewerbegebiet in Godshorn, in dem das früher in Garbsen kreative Trio seit rund drei Jahren Projekte wie dieses organisiert.

Ehemalige Haupt- und Realschüler arbeiten im Team

Die Schüler des sechsten Jahrgangs – sie  kommen aus der ehemaligen Haupt- und Realschule – arbeiten gruppenweise an den Bildelementen.  Diese gestaltet Ghouri am Computer später zu einem großen Landschaftsbild, anschließend wird das Motiv auf eine riesige, wetterfeste Plane übertragen. „Jedes Gruppenbild spiegelt die Lebenswelt der Schüler wieder“, sagt Keophilavanh. „ Die Jungen und Mädchen drücken damit aus, was sie gedanklich beschäftigt, was ihnen gefällt.“  So findet man allerdings auch skurrile Werke wie ein Strand, an dem Haie zu Rauchern werden, aber nicht rauchen dürfen. 

„Es soll ein Schulbild entstehen, auf dem sich wirklich alle Sechtklässler wieder finden können“, sagt Maike Waak, Klassenlehrerin der 6.4. Das Gesamtkunstwerk wird auf einer Fläche von sieben mal sechs Metern und in drei Meter Höhe hängen. „Wenn ich an dem Bild vorbeigehen werde, kann ich es bestimmt gar nicht glauben, dass ich das mitgemalt habe“, sagt der zwölfjährige Tahsim Ödek.

Die Sechstklässler der Oberschule Berenbostel verschönern die Fassade des ehemaligen Realschulgebäudes mit einem riesigen Gesamtkunstwerk. Ihre Bilder haben sie mit dem Projektteam „Einfach genial“ gestaltet.

Künstlerischer Prozeß ist bewusst langsam

Ob bei den ersten Motivideen, den Skizzen mit Rötelkreide oder den Bilder mit Farbpigmenten, mit denen schon der Universalkünstler Leonardo da Vinci gearbeitet hat – die Künstlerinnen führen die Schüler langsam an die Techniken heran. Der bewusst langsame künstlerische Pozess sei ein Kontrast zu einer schnelllebigen Zeit. „Die Jugendlichen müssen nicht husch husch arbeiten,  haben Zeit für eine genaue Betrachtung und dürfen auch gern mal Fehler machen“, betont  Keophilavanh. „Gleichzeitig erklären wir ihnen bei den Projekttagen, wie sparsam sie mit Feinwänden, Farben und anderen Materialien umgehen können.“ 

   Das Projekt „Jetzt wird es bunt“ wird mit rund 5000 Euro vom Programm „Jugend stärken im Quartier“ des  Bundesfamilienministeriums sowie mit Mitteln des Bundesumweltministerums und des Europäischen Sozialfonds unterstützt. Eine gemeinsame Finanzierung mit der Oberschule ist in Planung.  Sponsoren sind willkommen. 

Von Ann-Christin Weber und Jutta Grätz

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