Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Stadt ehrt Peter Brünger mit dem Kulturpreis
Umland Garbsen Nachrichten Stadt ehrt Peter Brünger mit dem Kulturpreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:03 04.03.2018
Bürgermeister Christian Grahl überreicht Peter Brünger die Urkunde. Quelle: Anke Lütjens
Anzeige
Garbsen

 Zum elften Mal hat die Stadt Garbsen am Donnerstagabend ihren Kulturpreis verliehen. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung geht an Professor Peter Brünger, Ehrenchorleiter des berenbostel chor ad libitum. Rund 25 Jahre lang hatte Brünger den Chor bis 2016 geführt, maßgeblich geprägt und musikalisch vorangebracht.

Professor Peter Brünger ist mit dem Kulturpreis der Stadt Garbsen ausgezeichnet worden. Er hat 25 Jahre lang den „berenbostel Chor ad libitum“ geleitet.

Brünger spornt Sänger zu Höchstleistungen an

„Musik ist Emotion, Musik ist Leidenschaft, Musik ist Temperament, Musik ist Leben“: Mit diesen Ansätzen habe Brünger die Sänger zu Höchstleistungen angespornt  – und das ohne Taktstock, nur mit Gesten und Mimik. Das machten die Laudatoren in ihren Reden deutlich. „Sie haben eine klangliche Einheit geformt“, lobte Bürgermeister Christian Grahl den Preisträger. Brünger habe den Chor geprägt und mit seiner Art die Sänger gefordert und gefördert.

Chorleiter braucht Geduld und Humor

Laudator Herbert Koch ging in seiner Rede der Frage auf den Grund, was eine gute Beziehung zwischen Chor und Leiter ausmacht. „Ein Chorleiter braucht Geduld und Humor – damit ist Brünger reichlich ausgestattet. Er hat die Menschen erfasst und mitgenommen“, sagte er. Die Verschränkung von Rationalität und Emotionalität mache für den Preisträger den Reiz der Musik aus. Das wollte er weitergeben. „Geborgenheit und Mut zu neuen Wegen vereinen sich in Peter Brünger“, sagte sein Freund und Weggefährte Professor Peter Becker.

Kurz vor Abflug nach Australien vom Kulturpreis erfahren

Er habe kurz vor dem Abflug nach Australien von der Vergabe des Kulturpreises erfahren, sagte Brünger. Das habe ihn zumindest bis Indonesien beschäftigt. „Es tut gut zu erfahren, dass das Bemühen um qualitative Chorarbeit gewürdigt wird“, betonte der fast 68-jährige Preisträger. Neben dem Chor, der ihm stets Vertrauen geschenkt habe, hätten viele zu den Erfolgen beigetragen. Er freue sich, dass ad libitum qualitativ von Albrecht Drude weitergeführt wird.

Mit dem Kulturpreis zeichnet die Stadt nach Vorschlägen aus der Bürgerschaft Persönlichkeiten aus, die etwas Besonderes zum Kulturleben der Stadt beitragen oder beigetragen haben. Preisträger sind unter anderen Vera Brand (1994), Bodo Schmidt (2003), Karl-Heinz Strehlke (2005) oder auch die Kellerbühne Garbsen (2014). 

„Chorlandschaft ist im Wandel begriffen“

Herr Brünger, was war Ihr schönster Moment mit dem Chor ad libitum?

Wenn Konzerte hervorragend funktioniert haben und wir uns gemeinsam über das Erreichte gefreut haben.

An was erinnern Sie sich besonders gerne zurück?

Höhepunkt der ganzen Zeit im Chor war das große Konzert bei Möbel Hesse aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der deutschen Wiedervereinigung vor 800 Zuhörern. Wir haben Lieder für alle Bundesländer gefunden und präsentiert. Die Vorbereitung auf das Konzert dauerte ein Jahr. 

Wie beurteilen Sie die Garbsener Kulturlandschaft?

Es hat sich in Garbsen enorm was entwickelt, eine bunte Kulturszene. Es gibt auch viel gute Musik in Garbsen. Die Stadt fördert das Kulturleben. Bei dem großen Angebot müsste für jeden etwas dabei sein.

Wie sehen Sie die Zukunft der Chöre?

Die Chorlandschaft ist im Wandel begriffen. Gemischte Chöre werden aufgrund von Nachwuchsmangel langfristig erhebliche Probleme bekommen. Dafür bilden sich viele Projektchöre sowie Pop- und Gospelchöre, auch Singen mit Senioren ist ein neuer Trend.

Von Markus Holz/Anke Lütjens

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sie ist der Kopf der Schulen und Kitas, der Bibliothek und der Bäder, der Flüchtlingsquartiere und Freizeitheime: Iris Metge, die Schul- und Sozialdezernentin der Stadt, wird am Freitag verabschiedet. Wir blicken mit ihr auf Kaugummi-Themen, Notunterkünfte und Bildung der Zukunft zurück.

04.03.2018

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks lädt ein Mädchen aus ihrem Wahlkreis zum Zukunftstag nach Berlin ein. Insgesamt erhalten 50 Teilnehmerinnen einen Einblick in die politische Arbeit. Die Bewerbungsfrist endet am 30. März.

08.03.2018

Der Kammerchor Schloß Ricklingen sucht für sein neues Projekt „Happy“ Bässe und Tenöre. Der Einstieg wird mit einem Workshop versüßt. Bis zum Herbst soll fleißig geprobt werden.

04.03.2018
Anzeige