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Umland Garbsen Nachrichten Kita und Wohnheim für den Campus
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00:17 01.12.2017
Garbsen-Mitte: Auf dem Acker zwischen Walter-Koch-Straße und Campus (im Hintergrund) plant die Stadt einen Kindergarten und ein Studentenwohnheim. Im Moment werden dort Trinkwasserleitungen verlegt. Quelle: Markus Holz
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Garbsen-Mitte

 Die Stadt plant den Bau eines Studentenwohnheimes und eines Kindergartens neben dem Campus Maschinenbau. Beides liegt zwischen Walter-Koch-Straße und Campus. Und beide Häuser sollen schnellstmöglich fertig werden. Der Campus geht 2019 in Betrieb.

Bauherr und Eigentümer des Studentenwohnheimes ist die Havelser Familie Grimm. Statt sich von ihrer gesamten Ackerfläche  entlang der Walter-Koch-Straße zu trennen, wird sie selbst als Investor aktiv und baut das Studentenwohnheim.  Vier Stockwerke hoch mit Platz für 160 Wohnungen zwischen 18 und 25 Quadratmetern Größe. Jede Wohnung hat ein Bad und eine Kochnische. Wegen der Dimensionierung bezeichnet die Stadtverwaltung sie als Mikro-Appartments. Stadt und Grimm planen so, dass das Wohnheim zum Wintersemester am Oktober 2019 beziehbar ist. Dann geht der Campus 2019 in Betrieb.

Problem für die Wohnanlage ist der Lärm. Schallgutachter haben sich das Gebiet angesehen und festgestellt: Er kommt von allen Seiten. Im Süden liegen die Havelser Straße und die A2 mit 9.800 und 120.000 Fahrzeugen pro Tag. Die Walter-Koch-Straße im Westen ist im Moment mit rund 7000 Autos täglich belastet. Das steigt noch an, sobald die Straße An der Universität zwischen Produktionstechnischem Zentrum und Campus zur Fußgängerzone umgebaut ist. Im Norden liegt das heute eher ruhige Gewerbegebiet. Die Ruhe kann vorbei sein, sobald ein Betrieb wechselt. Der gesetzlich garantierte Anspruch auf ein erträgliches Maß an Lärm kann im Wohnheim nur mit massivem Lärmschutz erreicht werden: Entweder mit Fenstern, die sich gar nicht erst öffnen lassen, oder mit schalldämmenden Lüftungssystemen. Balkone und Terrassen, wenn überhaupt, dann nur an den ruhigeren Hausseiten. 

Die Lage von Kita und Wohnheim zwischen Walter-Koch-Straße und Campus Maschinenbau. Quelle: HAZ-Grafik

Den Kindergarten betrifft das ebenso. Er liegt unmittelbar an der Walter-Koch-Straße und muss mit einer zwei Meter hohen Lärmschutzwand abgeschirmt werden. Die Stadt baut die Kita selbst. Der Humanistische Verband Garbsen will sich um die Einrichtung bewerben. Er führt bereits eine Krippe in der Seniorenwohnanlage am Eichenpark. Die Kita soll Platz bieten für maximal 125 Kinder in fünf Gruppen. Vorzug haben vermutlich Kinder von Eltern, die an der Universität beschäftigt sind oder dort studieren. Unbelegte Plätze gehen an Familien aus Garbsen. Regelungen stehen aber noch nicht fest. Wie hoch der Uni-Bedarf  sein wird, ist noch nicht absehbar.

Die Kinder werden übrigens nicht im Wohnheim nebenan leben. Die Wohnungen sind nur für eine Person zugelassen. Damit scheiden studentische Väter und Mütter als Mieter aus.

Der Plan wird in den nächsten Wochen öffentlich ausgelegt. Der Ausschuss für Stadtentwicklung bespricht das Vorhaben zusammen mit dem Ortsrat Garbsen öffentlich am Mittwoch, 29. November, ab 18 Uhr im Rathaus.

Von Markus Holz

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