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Umland Garbsen Nachrichten Stadt rüstet beim Brandschutz im Gymnasium nach
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00:21 29.03.2018
Thilo Bayer vom Team Gebäudewirtschaft zeigt die neuen Brandschutztüren in Geschwister-Scholl-Gymnasium. Quelle: Gerko Naumann
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 Auf dem Pausenhof des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) steht noch ein Baugerüst. Im Auftrag der Stadt Garbsen sind Arbeiter in den Osterferien damit beschäftigt, den Brandschutz an der Schule auf den neusten technischen Stand zu bringen. „Dazu gehört auch eine neue Rauch- und Wärmeabzugsanlage auf dem Dach“, sagt Thilo Bayer vom Team Gebäudewirtschaft der Stadt Garbsen, der die Bauarbeiten überwacht.

Auf dem Dach des GSG wird ein Rauch- und Wärmeabzug angebaut. Quelle: Gerko Naumann

Schüler mussten vorübergehend umziehen

Dabei drängt die Zeit. Seit Ende Januar konnten vier Klassen aus Sicherheitsgründen nicht mehr im Oberschoss des Gymnasiums unterrichtet werden. Nach dem Urteil eines Gutachters mussten die Schüler vorübergehend in die benachbarte Oberschule umziehen. Das größte Problem waren die mehr als 40 Jahre alten Tür- und Glaselemente zwischen den Klassenräumen und dem Treppenhaus im ersten Stockwerk. Die sind jetzt ebenfalls erneuert worden, nach den Ferien können die Schüler in ihre Räume zurückkehren.

Fluchtweg übers Treppenhaus ist nun sicher

Allein die beiden neuen Türen mit Brandschutzglas haben zusammen rund 39.000 Euro gekostet. Dafür ist gewährleistet, dass sich im Brandfall der Rauch nicht mehr im Treppenhaus verteilen kann, versichert Bayer. „Das war die wichtigste Voraussetzung dafür, dass wir das Obergeschoss überhaupt wieder nutzen dürfen“, sagt er. Insgesamt hat die Stadt für die Verbesserungen am GSG 68.000 Euro ausgegeben. „Brandschutz ist teuer, aber wenn es um die Sicherheit von Menschenleben geht, müssen wir eben aufrüsten“, erklärt Bayer.

Das solle im Umkehrschluss aber nicht heißen, dass die Kinder bisher in Gefahr geschwebt hätten. „In den vergangenen 30 Jahren ist an der Schule nichts passiert. Und im Notfall wären immer Lehrer da gewesen, die die Kinder sicher ins Freie gebracht hätten“, betont der Stadtmitarbeiter. Durch die Investitionen sei jedoch der Fluchtweg über das Treppenhaus deutlich sicherer geworden.

Rauchmelder sind per Funk gesteuert

Dazu tragen auch per Funk gesteuerte Rauchmelder bei, die überall im Gebäude angebracht worden sind. Sie machen im Notfall „richtig Randale“, kündigt Bayer an. Der Hausmeister kann dann in seiner Zentrale ablesen, in welchem Teil der Schule der Rauchmelder Alarm geschlagen hat – und diesen entsprechend evakuieren. Zudem wurde eine batteriebetriebe Beleuchtung installiert, die den Schülern auch bei Stromausfall den Weg nach draußen erleichtert.

In allen Stockwerken des GSG sind Rauchmelder einebaut worden, die per Funk vernetzt sind. Quelle: Gerko Naumann

Weitere, noch deutlich höhere Kosten kommen auf die Stadt beim Aufrüsten des Brandschutzes in der IGS in Garbsen-Mitte zu. Allein die Planungen kosten dort 400.000 Euro. Unklar ist noch, ob das Gebäude saniert werden kann oder neu gebaut werden muss. Deshalb lässt die Stadt derzeit für alle weiterführenden Schulen ein neues Brandschutz-Konzept erstellen.

   

Von Gerko Naumann

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