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So sind die Garbsener in Zukunft unterwegs

Garbsen So sind die Garbsener in Zukunft unterwegs

Im Bereich Verkehr und Fortbewegung wird sich in Garbsen in den nächsten Jahren viel bewegen. Die Stadt und ein Ingenieurbüro haben die wichtigsten Ziele in einem Masterplan Mobilität festgelegt. 

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"Rechtzeitig die Weichen stellen": Planer Wolfgang Haller, Fachbereichsleiter Dirk Perschel und Stadtbaurat Frank Hauke stellen das Mobilitätskonzept 2030 vor.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen.  Elektroautos, Leihfahrräder und eine Ringbuslinie für die Stadtteile im Zentrum Garbsens: Bei der Art der Fortbewegung der Menschen wird sich in den nächsten Jahren vieles ändern. Um einen Überblick zu behalten und Ideen für die Zukunft zu sammeln, hat die Stadt den sogenannten Masterplan Mobilität 2030 entwickeln lassen.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Masterplan Mobilität 2030?

Die Jahreszahl soll zeigen, dass sich der Plan mit der Zukunft der Mobilität befasst. Der Garbsener Stadtbaurat Frank Hauke formuliert es so: „Wir leben in einer Welt des Wandels.“ Das gelte insbesondere auch für den Bereich Verkehr. Dafür will die Stadt „rechtzeitig die Weichen stellen“.

Was sind die größten Herausforderungen?

Der Autoverkehr nimmt in Garbsen um etwa ein Prozent pro Jahr zu. Das führt schon jetzt zu überlasteten Straßen, Staus und einem hohen CO2-Ausstoß, der die Umwelt schädigt. Das gilt natürlich vor allem für die Autobahn 2 und die Bundesstraße 6. Betroffen sind aber auch Entlastungsstraßen wie die Gutenbergstraße und die Wreschener Allee, sagt Professor Wolfgang Haller von dem projektbegleitenden Büro SHP Ingenieure.

Wie sind die Garbsener bislang am liebsten unterwegs?

Das hat das Planungsbüro mit einer repräsentativen Befragung herausgefunden. Dabei kam heraus, dass die Garbsener zu 55 Prozent das Auto nehmen, wenn sie Wege zurücklegen müssen. Mit 21 Prozent folgt das Fahrrad, das ist ein hoher Wert im Vergleich zu anderen Städten in der Region Hannover, so Haller. Dafür gehen die Garbsener vergleichbar ungern zu Fuß (10 Prozent).

Welche Veränderungen kommen auf Garbsen zu?

Wahrscheinlich eine steigende Bevölkerungszahl – unter anderem durch das Baugebiet Berenbostel-Ost. Kurzfristig kommen aber vor allem Tausende Studenten auf den neuen Campus Maschinenbau dazu. Die haben meist kein Auto, müssen aber mobil sein.

Welche Ideen gibt es?

Der öffentliche Nahverkehr soll etwa durch eine Ringbuslinie verbessert werden, die Garbsen-Mitte, Auf der Horst und Berenbostel miteinander verbindet. Außerdem helfen mehr Ladestationen für Elektroautos, um deren Attraktivität zu steigern. Auch der Anteil von umweltschonenden Leihautos und Leihfahrrädern soll steigen. 

Gibt es konkrete Ideen für die einzelnen Stadtteile?

Ja. Als ein Beispiel nennt Hauke den Verkehr vor dem Kindergarten an der Leistlinger Straße in Meyenfeld. Dort sorgen zu den Stoßzeiten vor allem die sogenannten Elterntaxis für überfüllte Straßen und gefährliche Situationen. Als Lösung denkt die Verwaltung unter anderem über eine Tempo-30-Zone, ein Parkverbot und eine Mittelinsel nach.

Wann werden die Entwürfe öffentlich vorgestellt?

Am Mittwoch, 29. November, bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung. Sie beginnt um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Anschließend wird das Konzept im Internet auf  garbsen.de veröffentlicht.

Von Gerko Naumann

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