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Umland Garbsen Nachrichten Willehadi baut doch eine ganz neue Kirche
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02:16 20.07.2014
Von Markus Holz
So wird sie aussehen: Das Modell für den Neubau der Willehadikirche nach einem Entwurf von Gerd Lauterbach. Quelle: Markus Holz
Garbsen

Etwa 30 Gemeindemitglieder waren am Mittwochabend gekommen, als Pastorin Renate Muckelberg, Bauausschuss-Leiter Günter Seeber und Architekt Gerd Lauterbach ihre Idee erstmals präsentierten. Muckelberg hatte allerdings mit mehr Interesse gerechnet. „Wir haben irgendwann begonnen, neue Gedanken zu denken - das ist ein Ergebnis“, sagte sie.

Gemeinde stellt die Entwürfe für die neue Willehadi-Kirche vor, die vor einem Jahr gebrannt hat.

Willehadi zufolge sprechen drei Argumente für einen Neubau: Zum einen musste der Vorstand erkennen, dass ein kleineres, modern gebautes Gotteshaus wirtschaftlicher ist, als es die sanierte Kirche je sein kann. Zum anderen könnten Urheberrechte an der Architektur der 40 Jahre alten Kirche zum Risiko werden. Und letztlich erscheine vielen der Zeitpunkt für einen Neuanfang gekommen.

Architekt Gerd Lauterbach, Entwickler des Gemeindehauses, hat eine sehr viel hellere Kirche entworfen mit Bezügen zur alten. Hinter dem Altar ziehen sich Lichtbänder vom Dach bis zum Boden. Die Seiten wirken durch große Glasflächen transparent. Um flexibel für die Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen zu sein, möchte der Vorstand Stühle statt Kirchenbänke einsetzen. Rechts und links des Altares sind die oberen Mauern geschlossen und als Projektionsfläche für Texte, Bilder oder Filme nutzbar.

Hinter dem Altar soll aus alten Ziegeln ein Wandsegment errichtet werden, an dem die Christus-Figur wieder ihren Platz findet. Die Orgel wird an alter Stelle auf einer Empore über der Sakristei errichtet. Die Verbindung zum Gemeindehaus soll - wie im alten Gebäude - ein Foyer sein, zur Kirche abgetrennt nur durch Glastüren.

Von der ehemaligen Kirche möchte die Gemeinde die Mauern um die kleinen Nebenräume und den Sockel der großen Rückwand stehenlassen. Zwischen diesen Altbau-Rudimenten und dem Neubau ist Platz für einen Garten der Erinnerung zur belebten Straße Auf der Horst - abgeschirmt durch eine etwa vier Meter hohe runde Mauer.

Über diese Mauer wird noch kontrovers diskutiert. Alles andere gab den Gästen Anlass zu Anerkennung und Respekt für eine ausgereifte Planung. Im Frühjahr 2015 soll spätestens mit dem Bau begonnen werden, damit die Kirche im Sommer 2016 geweiht werden kann. Die Versicherung ersetzt die alte Kirche samt Inventar und Orgel mit rund 2,7 Millionen Euro.

Viele Garbsener können den Brand der Willehadi-Kirche im Stadtteil Auf der Horst immer noch nicht fassen. Brandstifter hatten das Gotteshaus in der Nacht zu Dienstag angezündet.

„Kirche insgesamt verändert sich, die Stadt und die Gemeinde verändern sich“, sagte Günter Seeber, „dies ist unser Vorschlag, Altes zu bewahren und Neues für die Zukunft zu schaffen.“

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