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Garbsen Südlink: Landvolk pocht auf Rechte der Bauern
Umland Garbsen Südlink: Landvolk pocht auf Rechte der Bauern
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00:23 24.02.2019
Volker Hahn, Vorsitzender des Landvolks Hannover. Quelle: Lisa Malecha (Archiv)
Neustadt/Hagen

Mit Argusaugen beobachtet das Landvolk die Verhandlungen um eine Südlink-Trasse, die nach neuen Plänen doch westlich von Hannover verlaufen soll. Die Interessen der Bauern seien im ganzen bisherigen Prozess viel zu wenig berücksichtigt worden, sagt Volker Hahn, Vorsitzender im Landvolk-Kreisverband Hannover. „Da wurde mit verschiedenen Widerstandsklassen geplant, in denen alles mögliche berücksichtigt war, vom Golfplatz bis zum Kindergarten – aber Ackerflächen nicht“, sagt Hahn.

Bauern fürchten Wärme der Kabel

Er und seine Kollegen seien entsetzt, dass eine Beteiligung der Landwirtschaftsverbände nahezu nicht stattgefunden habe. Das Problem aus ihrer Sicht: „Bei diesem Kabel ist Wärmeabstrahlung zu erwarten“, sagt Hahn. Das bedeute einerseits, dass bestimmte Feldfrüchte wie Spargel darüber nicht mehr angebaut werden dürften, damit es keine Wärmestaus gibt. „Dann würde uns also Tennet sagen, was wir anbauen dürfen und was nicht“, sagt Hahn. Erhebliche Schäden für Grund und Boden bedeute es auch, wenn im Winter kein Frost mehr in die Erde kommt. „Alte Kartoffelknollen verfaulen dann nicht, und wenn es einen Regenschauer gibt, können sich Pilzerkrankungen schnell ausbreiten.“

Kernforderung des Landvolks sei, das Erdkabel an Ackerflächen vorbei zu führen, sagt Hahn. „Der Boden ist für viele ein Heiligtum, Existenzgrundlage seit Generationen.“ Dafür seien viele Kollegen bereit, bis zu Äußersten zu gehen – im Westen der Region genauso wie im Osten

Von Kathrin Götze

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