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Garbsen Maxen-Haus verabschiedet Ingeburg Thiel
Umland Garbsen Maxen-Haus verabschiedet Ingeburg Thiel
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15:48 30.08.2018
Übergabe: Katalin-Eva Tordai (links) löst Ingeburg Thiel als Pflegedientleiterin ab. Quelle: Markus Holz
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Auf der Horst

Das war nicht irgendeine Verabschiedung am Mittwochabend. Das war das große Danke und Tschüss für die langjährige Seele der Pflege im Wilhelm-Maxen-Haus. Ingeburg Thiel hat nach 26 Jahren und fünf Monaten im Seniorenzentrum am Talkamp ihr berufliches Lebenswerk vollendet. Die Pflegedienstleiterin aus Neustadt ist in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolgerin ist die 45-jährige Katalin-Eva Tordai.

Dass das Maxen-Haus in vielen Ideen seiner Zeit voraus war, ist maßgeblich Ingeburg Thiel zu verdanken. Das Haus erkannte als erstes in Niedersachsen die Bedeutung der Kurzzeitpflege, um Angehörige zu entlasten. Es hat als eines der ersten Altenpflegeheime Personal ausgebildet, um Wachkoma-Patienten betreuen zu können. Und es hat früh erkannt, dass die Betreuung unheilbar kranker junger und älterer Menschen nicht annähernd von den Pflegekassen gedeckt werden kann. Thiel gründete aus Bedürfnis nach Menschlichkeit im Sterben einen Kreis ehrenamtlicher Sterbebegleiter.

2004 entstand mit ihrem Engagement das Trauercafé, 2008 der erste der jährlichen Trauergottesdienste zum Gedenken an die Verstorbenen. „Ingeburg Thiel hat sich hier im Haus viele Ziele gesetzt und nebenbei ehrenamtlich für Wohnungslose gearbeitet. Sie hat sehr wertvolle Zeichen gesetzt“, sagte Heimleiter Benno Blings. Er und Martin von Essen vom Träger Evangelisches Johannesstift in Berlin verabschiedeten Thiel beim Jahresfest des Maxen-Hauses mit der Johannesstift-Medaille in Gold, Blumen und Geschenk.

Wie sich die Pflege weiterentwickelt und wo neue Fachkräfte gewonnen werden sollen, ist jetzt Aufgabe von Katalin-Eva Tordai. Die gebürtige Rumänin hat in Deutschland die Altenpflege gelernt, war Stipendiatin des Bundesbildungsministeriums, hat einen Master-Abschluss als Fachwirtin für Sozial- und Gesundheitswesen, Schwerpunkt medizinische Informationstechnologie, und war in der Krebsforschung an der MHH tätig. „Ich freue mich, hier wieder mehr Menschen arbeiten zu dürfen, das hat mir sehr gefehlt“, sagt Tordai. Für ihren überdurchschnittlich erfolgreichen Ausbildungsweg wird Tordai in der nächsten Woche im Bundesbildungsministerium ausgezeichnet. Sie lebt mit ihren beiden Kindern bei Sehnde.

Von Markus Holz

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