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Garbsen Servicebetriebe kämpfen gegen die Hitze
Umland Garbsen Servicebetriebe kämpfen gegen die Hitze
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00:17 28.07.2018
Simon Haase von den Servicebetrieben gießt einen Baum und Blumen in Havelse. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen

Simon Haase dreht den Hahn auf und lässt das Wasser über einen Schlauch auf ein Blumenbeet am Straßenrand in Havelse laufen. „Der Boden saugt das Wasser förmlich auf“, sagt der Mitarbeiter der Servicebetriebe. Er ist einer von rund 30 aus dem Team Grünflächen, die derzeit gegen die Folgen der wochenlangen Trockenheit in Garbsen kämpfen.

25.000 Liter Wasser pro Tag

Mit drei Fahrzeugen sind die Mitarbeiter jeden Tag im Stadtgebiet unterwegs, berichtet Jürgen Schmoling, der bei den Servicebetrieben als Sachgebietsleiter für den Bereich Grünflächen zuständig ist. Jedes davon ist mit einem Tank ausgestattet, der bis zu 3000 Liter Wasser fasst. „Insgesamt gießen wir die Bäume und Pflanzen so mit rund 25.000 Litern Wasser jeden Tag“, sagt Schmoling. Um das ohnehin knapper werdende Trinkwasser zu schonen, stammt der Großteil der begehrten Flüssigkeit aus dem Mittellandkanal. Damit sie das Wasser dort abpumpen dürfen, haben die Verantwortlichen eigens eine Lizenz beantragt.

Kein Regen in Sicht: Die Hitzet macht den Bäumen in Garbsen sichtlich zu schaffen. Die Servicebetriebe kämpfen mit Tausenden Litern Wasser gegen die Trockenheit an.

Schmoling räumt allerdings ein, dass bei der aktuellen Hitzeperiode selbst 25.000 Liter pro Tag für eine Stadt wie Garbsen nicht viel mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein seien. „Wir brauchen dringend Hilfe von oben“, sagt der Sachgebietsleiter. Doch noch ist laut Wetterprognosen kein Regen in Sicht. Immerhin wissen sich die Bäume zu helfen. „Sie schalten bei dauerhaftem Wassermangel als Schutzreaktion in eine Art Herbst-Modus um“, erklärt der Fachmann. Das erkenne man deutlich daran, dass sich die Blätter an einigen Bäumen schon gelb und bräunlich verfärben.

Junge Bäume haben Priorität

Damit werde das Wachstum der Pflanzen gestoppt, erklärt Schmoling. Sie sterben dadurch aber zumindest nicht so schnell ab. Unterstützung brauchen vor allem die jungen Bäume, die erst vor zwei oder drei Jahren gepflanzt worden sind. „Ihr Wurzeln sind noch nicht so weit ausgebildet. Deshalb stehen sie auf unserer Prioritätenliste ganz oben“, sagt der Experte. Große Probleme haben auch die Blumen auf den Verkehrsinseln. Die seien eigentlich sehr robust, sagt Schmoling, die anhaltende Trockenheit bringe sie jedoch an die Grenzen. „So einen trockenen Sommer habe ich in 20 Jahren meines Tuns bei den Servicebetrieben noch nicht erlebt.“

"Wir brauchen unbedingt Hilfe von oben": Jürgen Schmoling ist bei den Servicebetrieben Garbsen für den Bereich Grünflächen zuständig. Quelle: Gerko Naumann

Und so hofft der Sachgebietsleiter auch auf die Mithilfe der Garbsener. Er richtet einen Appell an Menschen, deren Grundstücke sich in der Nähe von städtischen Grünflächen befinden: „Bitte gießen sie die Blumen und Bäume gleich mit. Wir können nicht überall sein.“ Schmoling betont, dass auch in seiner Abteilung Mitarbeiter im Urlaub sind. Außerdem seien die Aufgaben vielfältig. Es gilt, Spielplätze von Müll zu säubern, Hecken zu schneiden und Friedhöfe zu pflegen. Zudem stehen in der Sommerzeit auch die Pflegearbeiten auf den Schulgeländen an. „Nur in den Ferien können wir dort Krach machen und die Grünpflegearbeiten erledigen.“

Von Gerko Naumann

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