Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Gehrden Jugendliche spenden einander den Reisesegen
Umland Gehrden Jugendliche spenden einander den Reisesegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:18 03.07.2018
Die Jugendlichen bilden auf dem Sportplatz vor ihrer Abfahrt mit der Superintendentin und ihren Teambetreuern für den Reisesegen einen großen Kreis. Quelle: Ingo Rodriguez
Anzeige
Gehrden

Eine himmlische Kettenreaktion von Hand zu Hand: Mehr als 100 Jugendliche und 25 Betreuer sowie zwei hauptamtliche Kirchenkreismitarbeiter haben auf dem Gehrdener Sportplatz vor ihrer Abfahrt in die Ferienfreizeit nach Kroatien eine lieb gewonnene Tradition fortgesetzt und sich gegenseitig einen Reisesegen gespendet. „Die linke Hand empfängt den Segen, die rechte Hand gibt ihn weiter“, sagte Superintendentin Antje Marklein, nachdem der 128-köpfige Reisetross auf dem Fußballfeld einen großen Kreis gebildet und sich die Teilnehmer der Sommerferienfreizeit gegenseitig an den Händen genommen hatten.

Für die Superintendentin war es bereits das fünfte Mal, dass sie die Jugendlichen und ihre Betreuer mit der Zeremonie verabschiedete. „Der Segen soll bewirken und verdeutlichen, dass die Gruppe gut behütet auf den Weg geht“, sagte Marklein. Sie hatte für die Aktion ganz bewusst auf einen Talar verzichtet. „Wichtig ist nicht die Kleidung, entscheidend ist das Gemeinschaftstbildende“, sagte Marklein. Anschließend war für sie und etliche Eltern nur noch loslassen und winken angesagt. Denn: Die insgesamt 103 Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren und das 25-köpfige Betreuerteam hatten schon vor dem Segen ihr Gepäck in zwei Reisebussen – darunter ein Doppeldecker – verstaut und ihre Plätze ausgesucht. Nach dem Segen hieß es nur noch: Einsteigen – und los ging die Fahrt.

Die Jugendlichen verstauen vor dem Reisesegen ihr Gepäck in den Bussen. Quelle: Ingo Rodriguez

Unter den Teilnehmern hatten sich unmittelbar vor dem Segenspruch auf Markleins Nachfrage auffällig viele Debütanten im Kreis per Handzeichen gemeldet. Die Sommerferienfreizeiten des Jugenddienstes im Kirchenkreis Ronnenberg erfreuen sich seit ihrer Einführung vor elf Jahren großer Beliebtheit. In Gehrden treffen sich die Teilnehmer aus Wettbergen, Ronnenberg, Gehrden, Wennigsen und Barsinghausen wegen der zentralen Lage und des großen Parkplatzes als Treffpunkt und Sammelstelle für eine große Gruppe mit Reisebussen.

Die Jugendlichen bilden mit den Teambetreuern für den Reisesegen einen großen Kreis. Quelle: Ingo Rodriguez

Marklein hatte den Eltern in ihrer kurzen Ansprache versichert, dass sie ihre Kinder vertrauensvoll in die Obhut der Teamleiter im teilweise noch jungen Erwachsenenalter geben könnten. Auch Diakon Acki Stein hatte vor der Zeremnoie auf die intensive Vorbereitung der sogenannten „Teamer“ hingewiesen. „Es gab mehrere Treffen, Erste-Hilfe-Kurse, Anleitungen zum Kochen und für Konfliktmanagement“, sagte Stein.

Diakon Acki Stein hakt vor der Abfahrt und dem Reisesegen die anwesenden Jugendlichen auf den Teilnehmerlisten ab. Quelle: Ingo Rodriguez

Die Superintendentin hatte auf Nachfrage gesagt: „Es ist bislang noch nie ein Teilnehmer irgendwo vergessen worden.“ Auch habe es noch keine dramatischen Vorfälle gegeben. „Es kommt aber schon vor, dass jemand einen Schnupfen hat“, sagte Marklein augenzwinkernd. Auf dem Programm stehen bei den Kirchenfreizeiten nicht nur Ausflüge, Baden und Sightseeing, sondern auch Bibelarbeit.

Von Ingo Rodriguez

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei einem Flächenbrand auf einem Feld im Süden von Gehrden sind etwa drei Hektar Ackerland in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr war mit 50 Rettungskräften im Einsatz. Die Brandursache ist unklar.

06.07.2018

Die Gehrdener Turmgarde hat zehn Jungen und Mädchen bei einem Ferienturnier mit ungewöhnlichen Disziplinen auf eine Kurzreise in das Mittelalter mitgenommen.

02.07.2018

Rund 350 Skater haben auf ihrer Tour durch das Calenberger Land in Redderse einen Zwischenstopp eingelegt. Am Verpflegungspunkt der Ortsfeuerwehr stärkten sich die Fahrer für die Schlussetappe.

02.07.2018
Anzeige