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Gehrden Matthias Miersch diskutiert mit Jugendlichen
Umland Gehrden Matthias Miersch diskutiert mit Jugendlichen
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09:49 22.07.2018
Im Gespräch mit Gehrdener Jugendlichen erklärt der Bundestagsabgeordnete viele Strukturen der Politik und bekommt selbst Tipps für den Umgang mit Social Media. Quelle: Johanna Steele
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„Wieso nutzen Sie eigentlich nicht Instagram oder Snapchat?“ Diesen und ähnlichen Fragen musste sich der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch am Freitagabend stellen, als er mit Jugendlichen aus Gehrden bei einem gemütlichen Grillabend diskutierte. Schnell stellte sich dabei heraus: Wenn es um das Internet und soziale Netzwerke geht, haben die Schüler dem Abgeordneten einiges voraus. „Ich hänge tatsächlich noch im analogen Zeitalter fest“, gab Miersch zu. „Aber solche Treffen machen mir immer wieder bewusst, dass ich digitaler werden muss, wenn ich mit jungen Leuten in Kontakt bleiben will.“

Dahingehend versprach der Politiker Besserung und ließ sich von den jungen Leuten den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben.

Bei anderen Themen war es wiederum Miersch, der den Jugendlichen Denkanstöße mit auf den Weg gab. Besonders soziale Ungerechtigkeit und das Bildungssystem beschäftigten die Jugendlichen. „Es sollte mehr gegen die Armut vor Ort getan werden“, sagte der 15-jährige Sebastian. „Wir haben zum Beispiel Kinder in der Klasse, die es sich nicht leisten können mit auf Klassenfahrt zu fahren, weil ihre Eltern Hartz VI beziehen.“ Ähnlich sah das auch die 15-jährige Sandy. „Wir haben viel Armut in Deutschland, gegen die erst einmal etwas getan werden solle, bevor wir anderen helfen“, sagte sie. Gleichzeitig waren sich die Jugendlichen einig, dass es überhaupt kein Problem sei, dass Flüchtling in ihre Klassen oder an die Schulen kämen. „Schlimm ist doch eigentlich, dass trotz des Zuwachses so viele Lehrer abgezogen und an Grundschulen geschickt werden“, sagte der 16-jährige Emre, der Jugendbürgermeister der Stadt Gehrden ist.

Arbeit, Soziales und Bildung sind von Interesse

Mit seinem Spezialgebiet, bestehend aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz konnte Miersch bei den Schülern aber eher weniger punkten. „Ich merke schon: Ihr brennt alle für Arbeit und Soziales und für die Bildung“, sagte er. Dabei überraschte ihn, dass sich die Jungendlichen sogar schon über Themen wie das Rentensystem Gedanken machten.

Zu den drei Jugendlichen will Miersch den Kontakt halten – und im Spätsommer noch einmal wiederkommen, um sich erneut den Fragen zu stellen. „Ich habe im Jahr sehr viele Schulklassen bei mir in Berlin, aber der direkte Austausch in einer kleinen Runde ist natürlich noch viel intensiver“, sagte er. Für Sebastian, der sich gerne politisch engagieren möchte, aber noch nicht weiß in welcher Partei er das tun will, gab es vom SPD-Politiker gleich noch das Angebot für ein Praktikum in seinem Büro dazu. Für sich selbst nahm Miersch vor allem eins mit: „Ich komme wohl nicht mehr drum herum mich digital besser aufzustellen“, sagte er und lacht.

Von Johanna Steele

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