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Gehrden So geht es weiter auf dem alten Vorwerk-Gelände
Umland Gehrden So geht es weiter auf dem alten Vorwerk-Gelände
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16:30 23.07.2018
Im Frühjahr 2017 rollten die Bagger über das Gelände an der Vorwerk-Straße und machten die alten Industriehallen zu Nichte. Quelle: Privat
Gehrden

Auf dem ehemaligen Vorwerk-Gelände in Gehrden soll ein Wohnpark entstehen. Seit die leerstehenden Fabrikhallen auf dem Gelände vor über einem Jahr abgerissen wurden, lag das Gelände brach – die Nachnutzung war unklar. Nun hat ein Investor das Grundstück von der Firma Hildebrand Holztechnik, die das Gelände in den Achtzigerjahren vom Teppichfabrikanten Vorwerk übernommen hatte, gekauft und will dort 98 Reihenhäuser schaffen. Käufer ist die Deutsche Reihenhaus AG. „Wir bauen in ganz Deutschland diese Wohnparks, aber dieser soll der drittgrößte in der Unternehmensgeschichte werden“, sagt Pressesprecher Achim Behn.

154 Wohneinheiten, die zwischen 85 und 145 Quadratmeter groß sind, sollen auf dem Grundstück entstehen. Der nächste Schritt um dies möglich zu machen, ist die Änderung des Bebauungsplanes. „Der Investor will im August den Antrag stellen, damit das Industriegelände in ein Mischgebiet umgewandelt wird und somit auch die Bebauung für Wohnraum genehmigt ist“, erklärt Wolfgang Middelberg von der Stadt Gehrden. Neben den Reihenhäusern, die vom Investor geschaffen werden, will die Stadt auch Gebäude errichten, in denen geförderter Wohnraum möglich ist. „Unser Wunsch wäre es, etwa 40 bis 50 geförderte Wohnungen zu schaffen“, sagt Middelberg. Zudem ist eine Kindertagesstätte auf dem Gelände geplant, da im Stadtgebiet diverse Krippen- und Kitaplätze fehlen. Bürgermeister Cord Mittendorf findet den Standpunkt an der Vorwerkstraße dafür ideal. „In diesen Teil der Kernstadt haben wir noch keine Einrichtung“, sagt er.

Nachnutzung war lange unklar

Ein Teil des Geländes wird weiterhin von der Firma Hildebrand Holztechnik genutzt, die dort noch ein Verwaltungsgebäude unterhält. Für den Rest des Industriegeländes gab es lange Zeit keine Klarheit über die Nachnutzung. Die Stadt hat den Plan, das Grundstück in ein Neubaugebiet umzuwandeln, allerdings schon länger im Visier. Deshalb waren auch schon auf einem Teil des ungenutzten Werksgeländes Gebäude abgerissen worden. Die Verhandlungen mit dem Eigentümer scheiterten aber. Nun scheint alles in trockenen Tüchern. „Wir sind guter Hoffnung, dass alles klappt, wie wir es uns vorstellen“, sagt der Pressesprecher. Das läge auch daran, dass der Kontakt zur Stadt und deren Unterstützung sehr gut sei.

Äußerlich wird sich vorerst allerdings nicht viel tun. „Wir hoffen, dass der Antrag schnell genehmigt wird, damit wir Mitte 2020 mit dem Bau beginnen können“, sagt Behn. Etwa ein Jahr später könnten dann die ersten Bewohner einziehen. Behn rechnet damit, dass das gesamte Bauvorhaben spätestens im Jahr 2024 abgeschlossen sein wird.

Von Johanna Steele

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