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Gehrden Verlegung des Parkplatzes soll Pavillon retten
Umland Gehrden Verlegung des Parkplatzes soll Pavillon retten
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00:18 14.01.2019
Derzeit liegen der Glaspavillon und vor allem der Besucherparkplatz des Schützenhauses sehr dicht am reinen Wohngebiet der Franzburger Straße. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Für den vor zweieinhalb Jahren aus Lärmschutzgründen und wegen baurechtlicher Verstöße behördlich stillgelegten Glaspavillon am Schützenhaus gibt es einen Rettungsplan: Eine Verlegung des Parkplatzes inklusive neuer Zufahrt soll möglicherweise die vom zuständigen Bauamt der Region Hannover versiegelte Glaskonstruktion vor dem Rückbau bewahren. Über diese Pläne haben jetzt der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg und der Pächter des Restaurants Park:geflüster, Olaf Rössel, Auskunft gegeben. Demnach ist die Voraussetzung für eine künftige Nutzung des Pavillons eine langfristige Lösung, um Anwohner des reinen Wohngebietes an der Franzburger Straße zu vorgerückter Stunde vor Autolärm zu schützen.

Um Autolärm vom reinen Wohngebiet an der Franzburger Straße fernzuhalten, könnten die Fahrzeuge der Restaurantbesucher künftig über eine bisher zugepflanzte Mauerlücke (hinten) an der Parkstraße auf den verlegten Parkplatz gelangen. Quelle: Ingo Rodriguez

Um den frei stehenden Modulbau ohne Fundament war es zuletzt buchstäblich sehr ruhig geworden. Gut zweieinhalb Jahre ist es her, dass die Region den damals neu aufgebauten hellhörigen Glaspavillon im Von-Reden-Park nach Beschwerden stilllegte: zu laut, zu wenig Parkplätze für den zusätzlichen Gastraum, keine Baugenehmigung, Verstöße gegen die Vorgaben des Bebauungsplanes. Ein Rückbau des Pavillons wurde nur noch nicht angeordnet, weil die Stadt Gehrden prüfen wollte, ob eine B-Plan-Änderung die Erweiterung der Gaststätte legalisierbar machen würde.

Offenbar sind die Stadt, die Schützengesellschaft als Besitzer der Immobilie sowie der Pächter mit ihren Rettungsplänen vorangekommen. Es ist ausgerechnet die Region, die als Besitzer des Von-Reden-Parkes mit einem Grundstückstausch zum Erhalt des Pavillons beitragen könnte. „Wenn die Region mit den Schützen eine Fläche im Park gegen eine Fläche oberhalb des Schützenhauses tauscht, könnte der Parkplatz um einige Meter vom Wohngebiet weg verlegt werden“, erläutert Gastronom Rössel die Pläne. Notwendig wäre es auch, eine bislang zugepflanzte Lücke in der Mauer an der Parkstraße als neue Zufahrt zu nutzen. „Auch zwei Garagen müssten weg“, sagt Rössel. Noch gebe es jedoch von der Region kein grünes Licht für den Tausch. „In der nächsten Woche treffen sich noch einmal die Schützen mit dem Architekten“, weiß der Pächter. Fachbereichsleiter Middelberg warnt vor verfrühter Euphorie: „Dieser Plan ist nur eine Option“, sagt er. Die notwendige Änderung des Bebauungsplanes sei nicht einfach.

Möglicherweise eine neue Zufahrt: Um Autolärm vom reinen Wohngebiet an der Franzburger Straße fernzuhalten, könnten die Fahrzeuge der Restaurantbesucher künftig über eine bisher zugepflanzte Mauerlücke an der Parkstraße auf den verlegten Parkplatz gelangen. Quelle: Ingo Rodriguez

Trotzdem hören sich die Pläne vielversprechend an. Denn Middelberg sagt auch: „Es geht um Immissionsschutz – vor allem um Autolärm nach 22 Uhr.“ Laut Pächter Rössel gibt es auch schon einen vom Rat der Stadt genehmigten neuen B-Plan. „Der tritt aber nur in Kraft, wenn sich die Pläne verwirklichen lassen“, sagt Rössel. Er verrät auch den Hintergrund der Parkplatzverlegung um wenige Meter. „An der Franzburger Straße ist ein reines Wohngebiet mit einem Lärmschutzrichtwert von maximal 35 Dezibel“, sagt Rössel. An der Parkstraße liege im allgemeinen Wohngebiet die Obergrenze für Nachtgeräusche bei 55 Dezibel. Rössel weiß aber nicht, ob die Schützen einen möglichen Umbau finanzieren würden.

Immerhin: Ein Abriss des Pavillons scheidet aus, weil sich die rund 70 000 Euro teure Konstruktion wieder abbauen und vermieten lässt. Der Rückbau und das weitere Vorgehen hängt laut Fachbereichsleiter von den Verhandlungen zwischen Region, Stadt, Schützen, Architekten und Pächter ab.

Derzeit liegen der Glaspavillon und vor allem der Besucherparkplatz des Schützenhauses sehr dicht am reinen Wohngebiet der Franzburger Straße. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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