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Umland Gehrden Nachrichten Burget will das Fernsehen verbessern
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22:39 09.09.2014
Von Ingo Rodriguez
Andrea Burget (rechts) belegte den mit 2000 Euro dotierten dritten Platz unter Bewerberinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Quelle: ARD/ZDF Förderpreis
Gehrden

Es ist ein Preis, der talentierte junge Frauen dazu motivieren soll, in die von Männern dominierte Welt der audiovisuellen Medientechnologie vorzustoßen. Und viele der für einen Preis nominierten Beiträge lesen sich wie Texte für eine Computerzeitschrift: Ohne Begriffe wie Web, digital, virtuell, Applikation, Tool oder Template geht es nicht.

Ein Computerfreak? Das will Burget trotzdem nicht sein, ein Nerd schon gar nicht. „Ich chatte nicht, twittere nicht, benutze kein WhatsApp, kaum Facebook“, sagt sie. Auch ihr Lebenslauf offenbart keine technischen Vorlieben: In Gehrden aufgewachsen und zur Schule gegangen, mit Puppen gespielt, geritten, Querflöte in der Musikschule. „Okay, ich habe einen Elektrobaukasten gehabt“, sagt die junge Frau und schmunzelt.

Dass sie auf dem besten Weg ist, die Männerdomäne Medientechnologie zu erobern, lässt sich erst in jüngerer Vergangenheit erschließen: 1,1-Abi am Matthias-Claudius-Gymnasium 2010, dazu der Abiturpreis der Mathematikervereinigung. Am Rande erwähnt Burget ein Praktikum bei der Fernsehproduktionsgruppe TVN in Hannover. „Da wurde mein Interesse für Medien geweckt“, sagt sie.

Das Schulpraktikum blieb nicht folgenlos: Im Herbst 2010 schrieb sich die Gehrdenerin an der Hochschule Ansbach im Studiengang Multimedia und Kommunikation ein. Für ihre Bachelorarbeit wurde sie am vergangenen Freitag mit dem Förderpreis für Frauen in der Medienforschung ausgezeichnet. Den mit 2000 Euro dotierten dritten Platz unter Bewerberinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum belegte sie mit Ansätzen zur Vereinheitlichung computergesteuerter Qualitätskontrolle digitalen Medienmaterials. „Bevor Beiträge oder Filme gesendet werden, müssen Qualitätsmerkmale wie Bildgröße, Auflösung und vieles mehr geprüft werden“, erläutert Burget. Dafür gebe es Software. In ihrer Arbeit hat Burget Ideen entwickelt, wie sich diese Tools möglicherweise für eine Mehrfachnutzung verbessern lassen.

Ihr Wissensdurst ist aber nicht gestillt. Am Freitag fliegt sie nach Birmingham und beginnt dort ein Masterstudium über Digitale Sendetechniken. Zeit für Hobbys habe sie wenig, räumt sie ein. Sie interessiere sich auch jenseits der Uni sehr für technische Entwicklungen. Darüber lese sie gern Beiträge im Internet. „Zwar auf dem Laptop, aber gern im Garten“, sagt sie und versichert erneut ihre feste Verwurzelung in der realen Welt.

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