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Umland Gehrden Nachrichten Autos parken Radweg zu
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00:29 21.05.2018
Immer wieder kommt es vor, dass Autofahrer an der Dammstraße ihren Wagen für kurze Zeit auf dem Gehweg oder dem gegenüber liegenden Radweg abstellen, um schnell in der Bank Geld abzuheben. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

 Die Stadt Gehrden hat kürzlich alle Bürger dazu aufgerufen, am Stadtradeln der Region Hannover teilzunehmen, zwischen dem 27. Mai und 16. Juni ordentlich in die Pedalen zu treten, um für ihre Kommune fleißig Punkte zu sammeln. Die Auftaktveranstaltung zu dem Wettbewerb ist am Sonntag, 27. Mai, sogar im Ottomar-von-Reden-Park in Gehrden.

Gerhild Schenck wird vermutlich nicht mitmachen. Denn aus ihrer Sicht ist Gehrden „keine radfreundliche Stadt“. „Wenn wir an dem Stadtradeln teilnehmen sollen, dann muss die Stadt auch was für uns Fahrradfahrer tun“, fordert sie. 

Stadtradeln: Tour von Hannover nach Gehrden

In der Region Hannover beginnt die Aktion Stadtradeln am Sonntag, 27. Mai im Mai: mit einer Radtour nach Gehrden. Treffpunkt für alle Radelnden ist um 10.30 Uhr der Trammplatz vor dem hannoverschen Rathaus. Gemeinsam geht es dann auf einer für den motorisierten Verkehr zeitweise gesperrten Strecke zum 20 Kilometer entfernten Zielort. Auf die Teilnehmenden wartet im Ottomar-von-Reden-Park ein „Fahrradfest“ mit Live-Musik von der Oldenburger Fusion-Ska-Band Skalinka. Aktionsstände rund um das Thema Fahrrad inklusive Testfahrten auf den neuesten Modellen komplettieren das Programm im Park. Eine Anmeldung für die Gehrden-Tour ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen auf www.fahrradsterndfahrt-hannover.de. dw

Der Zustand zahlreicher Radwege sei beispielsweise schlecht, moniert sie. Und außerdem würde auf die Belange der Radler zu wenig Rücksicht genommen. So an der Dammstraße. Dort würden Autos immer wieder auf dem Radweg geparkt, „weil die Fahrer in der Commerzbank schnell mal Geld holen“, meint Schenck. Radler müssten immer wieder ausweichen oder absteigen. Dieses Problem sei nach ihrer Ansicht aber leicht zu lösen. „Auf dem gegenüberliegenden Parkplatz fehlen Plätze für Kurzzeitparker“, meint Schenck, die auch einen entsprechenden Wunsch ins Rathaus geschickt hat.

Auf dem öffentlichen Parkplatz an der Dammstraße ist an einem Werktag gegen Mittag nur ein freier Stellplatz zu finden. Quelle: Ingo Rodriguez

Dort haben sich die Verantwortlichen dem Problem auch angenommen, eine Lösung sehen sie aber nicht. „Wir haben den Bereich über mehrere Wochen hinweg aufmerksam beobachtet“, sagt Frank Born, Sprecher der Stadt. Das Ergebnis deckt sich nicht mit jenen Beobachtungen von Gerhild Schenck. „Es kam kaum dazu, dass Autos den Radweg blockiert haben, und wenn, dann hat es auf dem Parkplatz an der Dammstraße freie Stellflächen gegeben“, sagt Born.

Sein Fazit: Wenn Bürger ihr Fahrzeug auf dem Geh- und Radweg abstellen, dann sei das reine Bequemlichkeit. „Sie nutzen den Parkplatz schlicht nicht“, sagt Born. Auch Kurzzeitparkplätze würden an diesem Verhalten nichts verändern, glaubt er. Außerdem: In der Innenstadt sei der Parkraum zu knapp, um Kurzzeitparkplätze einzurichten. Einziges Mittel der Stadt: Sollten Fahrzeughalter dabei ertappt werden, wenn sie ihr Auto auf dem Fuß- und Radweg parken, gebe es ein Knöllchen.

Immer wieder kommt es vor, dass Autofahrer ihren Wagen für kurze Zeit auf dem Gehweg oder dem gegenüber liegenden Radweg abstellen, um schnell in der Bank Geld abzuheben. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Dirk Wirausky

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