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Nachrichten Besucherrückgang im Stadtmuseum
Umland Gehrden Nachrichten Besucherrückgang im Stadtmuseum
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00:27 24.03.2018
In dem 1665 errichteten alten Brauhaus, dem drittältesten Gebäude Gehrdens, ist das Stadtmuseum seit fast 20 Jahren untergebracht. Quelle: Archiv
Gehrden

 Mit einer Ausstellung „Adventsstimmung im Stadtmuseum“ endete das Museumsjahr 2017. „Es war wieder eine sehr schöne Ausstellung, die durch Leihgaben von Gehrdener Bürgern bei den Besuchern großen Anklang fand“, sagt Museumsleiter Peter Lübcke. Diese Ausstellung ist von 950 Besuchern gesehen worden, wobei die Öffnung am Tag des Lichterfestes in unserer Stadt einen sehr guten Besuch verzeichnete. „So gut müsste der Besuch immer sein“, sagt Lübcke.

Das ist allerdings nicht immer so. Seit der Übernahme des Stadtmuseums Gehrden im Jahr 1999 durch den Heimatbund Gehrden sind rund 36000 Besucher durch die Museumspforte geschritten. Doch das Interesse ist rückläufig. Trotz Werbung sei der Gesamtbesuch im Museum im Jahr 2017 leicht zurückgegangen, meint Lübcke.

Ein großes Problem sei nach wie vor, das das alte Brauhaus durch seine Etagenanordnung nur über Treppen, im oberen Bereich sogar nur über eine sehr steile Treppe, zu erreichen sei. „Gerade viele ältere Bürger haben große Schwierigkeiten sich für einen Besuch im Museum zu entscheiden“, sagt Lübcke. Das sei bedauerlich, weil diese Besucher eine ganz besondere Beziehung zum Museum haben. Eine Lösung ist allerdings nicht in Sicht. „Einen behinderten gerechten Aufgang ist aus baulicher Sicht in diesem historischen Gebäude nicht möglich und von der Bauaufsicht zum Einbau eines Treppenliftes nicht genehmigt worden“, bedauert Lübcke.

Peter Lübcke leitet das Gehrdener Stadtmuseum seit 1999. Quelle: Archiv

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Das seit August 2013 in Gang gesetzte Geoching via Internet und GPS lockt immer wieder Besucher aus nah und fern, auch außerhalb der Region Hannover, in das Museum. „Diese Besucher erleben das Museum sehr intensiv, da aus den vielen Fragen und Antworten erst der Erfolg durch das Auffinden des Chache stattfindet“, erzählt Lübcke.

Durch den eigenen Zugang und der Pflege auf der Internetseite des Stadtmuseums auf www.stadtmuseum.gehrden.de sind immer alle Veranstaltungen und Angaben auf den neuesten Stand. Auch im Internetportal für Museen in Niedersachsen und Bremen und im Portal von www.museum.de ist das Stadtmuseum Gehrden als Version für iPhon und iPad verfügbar.

Pläne für dieses Jahr gibt es. Die bereits für 2017 angedachte Sonderausstellung „122 Jahre Kino“ mit den alten Filmvorführgeräten aus dem ehemaligen Gehrdener Kinosaal an der Großen Bergstraße soll möglichst verwirklich werden. Das Problem: Der Transport dieser großen Geräte aus dem Haus von Georg Weber sen. in das Museum sei doch eine größere Aktion. „Mit unserem Heimatbundmitglied Georg Weber, sen. sind aber schon Vorbereitungsgespräche geführt worden“, sagt Lübcke. Auch über eine Sonderausstellung „Gehrden von Oben“ mit Luftbildern gibt es schon Ideen. Entsprechende Aufnahmen hat Bürgermeister Cord Mittendorf von einem Gehrdener Bürger erhalten. In der Adventszeit soll auch wieder eine Ausstellung zur „Einstimmung auf Weihnachten“ aufgebaut werden. 

In den nächsten Wochen wird das Stadtmuseum mit drei zusätzlichen Standvitrinen ausgestattet werden, in denen die im Lager befindlichen Schenkungen aus dem Haus Gehrke und aus der Linie 10 ausgestellt werden können. Die Kosten für diese Vitrinen hat der Heimatbund übernommen.

Von Dirk Wirausky

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