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Bürger wollen Marktplatz gestalten

Gehrden Bürger wollen Marktplatz gestalten

Es hat sich eine Bürgerinitiative zur Rettung des Gehrdener Marktplatzes gegründet. In erste Linie geht es den Aktivisten um das sogenannte Bratsch-Haus am Steinweg.

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Das Objekt der Begierde: Das Haus am Steinweg 25 soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Kommt neue Bewegung in die Diskussion über die Gestaltung des Marktplatzes und über die Zukunft des sogenannten Bratsch-Hauses? Eine Gruppe von Bürgern hat sich zusammengefunden, um aktiv an der Gestaltung des Marktplatzes mitwirken zu können. Sie sind der Meinung, der Rat der Stadt Gehrden soll den nun aufgestellten Bebauungsplan nutzen, um den Marktplatz für alle Zeiten dem Wunsch zahlreicher Bürgern entsprechend zu gestalten.

Initiator ist Hartmut Weimar, Auslöser der Gruppenbildung ist der von der Stadt Ende August organisierte Workshop zur Gestaltung der Innenstadt. Der habe zwar viele gute Ideen gebracht, so die Bürgerinitiative, und auch für die Gestaltung des Marktplatzes („Dem Herzstück der Stadt“) seien besonders viele Forderungen laut geworden: Doch dabei sei es immer um Verschönern, etwas Vergrößern und immer ohne „Bratsch“-Haus gegangen.

Die Bürger fordern im Bezug auf das viel diskutierte Gebäude am Steinweg: keine Verschiebung von Grundstücksgrenzen nach Süden, keine Neubebauung und keine Veräußerung des südlich angrenzenden Grundstücks. Eine Vielzahl an Bürgern, die am Workshop teilgenommen haben, fordern, das Bratsch-Haus am Steinweg 25 abzureißen. „Das haben wir als Mandat gesehen“, sagt Wolfgang Liese von der Bürgerinitiative. „Es geht uns alle an, den Marktplatz auch für die nächsten Generationen als besonderen Mittelpunkt zu erhalten und zu gestalten“, so die Bürgerinitiative, der zurzeit etwa 50 Frauen und Männer angehören. Der Platz sei die gute Stube der Stadt und gehöre den Bürgern.

Nach den Herbstferien wird es eine öffentliche Veranstaltung geben, die diesem Bürgerwillen politisch Gehör verschaffen soll. Bis dahin treffen sich interessierte Gehrdener jeden Montag um 15.30 Uhr auf dem Marktplatz zum Austausch von Informationen, Ideen und zum Mitmachen. „Wir wollen die Kommunikation mit allen Beteiligten“, sagt Wolfgang Liese.

Die Debatte um die Zukunft des sogenannten Bratsch-Hauses am Marktplatz zieht sich seit Jahren hin. Die Eigentümerin will das baufällige Gebäude abreißen und stattdessen ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. Allerdings konnte sie sich bislang nicht mit der Margarethengemeinde, die als unmittelbarer Grundstücksnachbar ein Mitspracherecht bei den Plänen hat, auf einen Entwurf einigen. Die Kirche moniert die Größe des Neubaus. Auch die Vermittlungsversuche von Bürgermeister Cord Mittendorf brachten kein Ergebnis.

Die Stadt will nun mit einem neuen Bebauungsplan verbindliche Regeln für die weitere Gestaltung der Fußgängerzone im Bereich des Marktplatzes aufstellen. Dieser soll künftig die weitere städtebauliche Gestaltung auf und rund um den Marktplatz regeln – also auch Vorgaben für einen möglichen Neubau auf dem Areal des sogenannten Bratsch-Hauses am Steinweg schaffen. Der Hintergrund: Der Konflikt zwischen Eigentümerin und Kirche behindert die weitere Innenstadtsanierung.

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