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Politik-Neuling mit Chancen auf Berlin

Gehrden Politik-Neuling mit Chancen auf Berlin

Die in Gehrden lebende Sabine Ehrke kandidiert für die AfD bei der Bundestagswahl. Dabei rechnet sich die 52-Jährige im Wahlkreis 47 als Direktkandidatin keine realistischen Chancen aus - aber über ihren Listenplatz 8 in Niedersachsen könnte sie durchaus in den Bundestag einziehen.

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Von Tuten und Blasen

Sabine Ehrke kandidiert im Wahlkreis 47 für die AfD.

Quelle: Björn Franz

Gehrden. Es war so ein Gefühl, dass Sabine Ehrke dazu gebracht hat, sich politisch zu engagieren. Bis vor zwei bis drei Jahren sei sie eigentlich zufrieden gewesen, sagt die 52-Jährige. Doch dann habe sie sich – weil die CDU sich immer weiter nach links von der Mitte entfernt habe – „politisch heimatlos“ gefühlt. Ihre neue Heimat fand sie in der AfD. Und nun kandidiert sie sogar für die junge Partei im Wahlkreis 47 für einen Sitz im Bundestag.

Es sei alles sehr schnell gegangen, gibt Ehrke zu. Manchmal fast zu schnell. „Wir sind noch eine junge Partei, wir lernen jeden Tag dazu“, sagt die kaufmännische Angestellte. Und sie hat sogar eine reelle Chance, den Sprung nach Berlin zu schaffen. Wohl kaum als Direktkandidatin, das weiß die seit 2012 in Gehrden lebende Politikerin selbst. Aber über ihren Listenplatz acht in Niedersachsen. „Zwischen 7 und 17 Prozent ist am 24. September alles für uns drin“, sagt sie – und etwa 13 Prozent könnten für sie persönlich reichen, rechnet Ehrke vor. „Eine Wahrscheinlichkeit, dass ich in den Bundestag einziehe, ist also zumindest da.“

Ihre Wurzeln hat die ehemalige Fotografin und Journalistin in der ehemaligen DDR. Dort sei sie als Jugendliche in der Kirche oppositionell aktiv gewesen. 1987 durfte sie die DDR verlassen – ohne Rückkehrmöglichkeit – und zog zunächst zu Verwandten nach Bremen. Inzwischen fühlt sie sich aber in Gehrden, wohin sie aus beruflichen Gründen zog, überaus wohl.

Das sagt sie auch über ihre Partei. „Ich bin dort sicherlich auch nicht mit allem einverstanden“, sagt sie. „Aber zumindest wollen die Menschen in der AfD etwas verändern.“ Daher sei sie zunächst mit Mitgliedern der Partei ins Gespräch gekommen, im Sommer vergangenen Jahres schließlich selbst in die AfD eingetreten. Und in einigen Wochen könnte sie nun sogar in den Deutschen Bundestag einziehen.

Das packt Sabine Ehrke in ihren Koffer für Berlin:

Die Abkehr von der Energiewende: Sie ist ausschließlich ideologisch gesteuert. Windkraft und Solarstrom sind nicht die Lösung.

Mehr Tierschutz: Das Schächten ist unmenschlich und muss wie lange Tiertransporte und das Schreddern verboten werden.

Das Ende des Gender-Wahnsinns: Wir müssen den Individualismus des Einzelnen erhalten – alles andere ist rosa Marxismus.

Den Schutz der Außengrenzen: Statt unsere Stadtfeste und Weihnachtsmärkte zu schützen, sollten wir das an der Grenze tun.

Gerechtere Renten: Wir müssen aufhören, Milliarden für versicherungsfremde Leistungen aus der Rentenkasse zu nehmen.

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Sabine Ehrke kandidiert im Wahlkreis 47 für die AfD.

Quelle: Björn Franz
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