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Kompromiss für Reihenfolge der Schulneubauten in Sicht

Gehrden Kompromiss für Reihenfolge der Schulneubauten in Sicht

Die Ratsfraktionen von CDU, SPD und FDP bringen für die umstrittene Reihenfolge der beiden notwendigen Grundschulneubauten eine Kompromisslösung ins Spiel. Demnach soll zunächst der Neubau am Langen Feld errichtet werden, aber erst als Zwischenunterkunft für die Grundschule Am Castrum dienen.

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Um eine vorübergehende Benachteiligung der Grundschule Am Castrum zu vermeiden, soll zunächst die neue Grundschule Am Langen Feld errichtet, aber erst von der Grundschule Am Castrum genutzt werden –bis der zweite Neubau zur Verfügung steht.

Quelle: Rodriguez (Archiv)

Gehrden.  Beide Neubauten gleichzeitig errichten, aber so Personal- und Finanzkapazitäten überstrapazieren? Oder nacheinander bauen und vorübergehend eine Ungleichbehandlung hinnehmen? In der Diskussion um die umstrittene Reihenfolge der beiden notwendigen Grundschulneubauten bringen die Fraktionen von CDU, SPD und FDP eine Kompromissvorschlag ins Spiel: Um eine Benachteiligung der Grundschule Am Castrum zu vermeiden, soll zunächst die neue Grundschule Am Langen Feld errichtet, aber erst einmal von der Grundschule Am Castrum genutzt werden – bis der zweite Neubau zur Verfügung steht.

Die Ausgangslage birgt Brisanz: Bislang ist geplant, die Grundschule Am Langen Feld ab 2019 für etwa 7 Millionen Euro auf dem Bolzplatz neben der Oberschule neu zu errichten – vierzügig und für Ganztagsbetrieb geeignet. Anschließend soll die Grundschule Am Castrum für rund 12 Millionen Euro am aktuellen Standort neu gebaut werden – während des Unterrichtsbetriebes. Doch es regt sich Protest in der Elternschaft. „Dann haben wir eine attraktive Schule und eine mehrjährige Baustelle an der Grundschule Am Castrum“, merkte die Vorsitzende des Schulelternrates, Jana Oldenburg, an. Denn Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg hatte durchblicken lassen: Seitens der Verwaltung sei es aus personellen Gründen kaum umsetzbar, zwei Schulen gleichzeitig zu bauen.

Weil eine endgültige Entscheidung mit der Verabschiedung des Doppelhaushaltes im März fallen soll, haben sich die Fraktionen von CDU, SPD und FDP mit ihrem Kompromissvorschlag zu Wort gemeldet. „Beide Grundschulen sollen über Ganztagsbetreuung in Neubauten verfügen. Beide sollen vierzügig gebaut werden“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Allerdings erklären die Fraktionschefs Thomas Spieker (CDU), Henning Harter (SPD) und Hilmar Rump (FDP) auch: „Wir brauchen neben dem Neubau der Grundschule Am Langen Feld auch einen baldigen Start für einen Neubau der Grundschule Am Castrum.“

Da die räumliche Situation dort erheblich schlechter sei, soll der erste Neubau am Langen Feld zunächst von der Grundschule Am Castrum genutzt werden. So sei ein störungsfreier zweiter Neubau möglich. „Wenn der Castrum-Neubau fertig ist, ziehen alle Klassen zurück an ihren angestammten Platz am Castrum.“ Und die neue Lange-Feld-Schule werde von den Lange-Feld-Schülern übergenommen – so heißt es in dem Antrag, der bei den Haushaltberatungen eingebracht werden soll. Planungsmittel für die neue Grundschule Am Castrum sollen laut Antrag aber trotzdem in den Doppelhaushalt eingestellt werden – und auch eine externen Vergabe des Projekts sei zu prüfen: um den Baustart zu beschleunigen.

Die Gruppe Grüne-Linke bleibt derweil bei ihrer bisherigen Meinung: „Uns geht es darum, dass beide Grundschulen zur gleichen Zeit gebaut werden, um Konkurrenz zu vermeiden“, sagt der Gruppenvorsitzende Heinz Strassmann. Hintergrund des Gruppenantrages: Die aktuell günstigen Konditionen auf dem Kreditmarkt.

Von Ingo Rodriguez

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