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14:19 01.02.2018
Der Gehrdener Komponist Lukas Hövelmann-Köper feiert weltweite Erfolge mit zeitgenössischer Klassik. Quelle: Privat
Gehrden

 Die Liebe zur Musik entbrannte erst spät, dafür dann aber umso heftiger. Heute zählt der 29-jährige Gehrdener Lukas Hövelmann-Köper zu den kommenden Stars der Zeitgenössischen Musikszene. In diesem Jahr werden gleich mehrere seiner Kompositionen weltweit von renommierten Orchestern und Ensembles uraufgeführt. Konzerte gibt es unter anderem in Tokio, Shanghai und Singapur. Ein besonderer Höhepunkt dürfte die Premiere seiner Komposition „Stück für Violine und Klavier“ im März im Beethoven-Haus in Bonn werden.

Hövelmann-Köper war bereits 16 Jahre alt, als sein Blick auf eine E-Gitarre in der elterlichen Wohnung fiel. Bis dahin war der Schüler auch im Musikunterricht an der Marie-Curie-Schule in Empelde nicht als besonderes musikalisches Talent aufgefallen. „Wie die meisten Gitarristen habe ich mit Blues und Bluesrock angefangen“, erzählt der Musiker. Hövelmann-Köper spielte in diversen lokalen Bands und versuchte sich dabei auch am Songwriting. „Das Thema Komposition hat sofort eine besondere Anziehung auf mich ausgeübt“, erinnert sich Hövelmann-Köper.

Die Entscheidung für ein Leben als Musiker war gefallen. Während Hövelmann-Köper tagsüber im Robert-Koch-Krankenhaus seinen Zivildienst absolvierte, kämpfte er sich nachts autodidaktisch durch die Jazz-, Klassik- und Kompositionsgeschichte. Schließlich erregte die zeitgenössische Klassik seine besondere Aufmerksamkeit. „Weil es dort die wenigsten Restriktionen für mein Schaffen gibt“, erläutert der 28-Jährige. Er nahm Gitarren- und Kompostionsunterricht bei Jürgen Fromm und Klavierunterricht bei Uwe Volkmer. Daneben besuchte er als Gasthörer Vorlesungen und Seminare bei Professor Brice Pauset, Professor Diego Feinstein und Cornelius Schwehr.

Der erste internationale Erfolg stellte sich im Jahr 2016 ein. Hövelmann-Köper gewann den Kompositionswettbewerb des Indonesia Orchestra and Ensemble Festivals. Sein Orchesterwerk „Aku Mau Hidup Seribu Tahun Lagi“ wurde am 4. September des gleichen Jahres in Anwesenheit des Komponisten uraufgeführt. Veranstaltungsort war der eindrucksvolle Konzertsaal Graha Bhakti Budaya in Jakarta.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Singapur erteilte dem Gehrdener Musiker einen Kompositionsauftrag für das Stück „Legend of Kusu Island“ für Doppelwindquintet und Erzähler. Fast zeitgleich erging die Einladung, für ein halbes Jahr als Artist in Residence im Swatch Art Peace Hotel in Shanghai zu leben und zu arbeiten. Und am Tag der Abreise nach China erreichte Hövelmann-Köper die Nachricht, dass sein Stück „Quantum Vacuum“ vom Tokyo Symphonie Orchestra in der Tokyo City Hall aufgeführt werden wird. Hövelmann-Köper ist einer von vier Finalisten des renomierten Toru Takemitsu Composition Awards. „Diese Auszeichnung freut mich ganz besonders“, sagt Hövelmann-Köper, denn sowohl der Komponist Takemitsu als auch die Jurorin Unsuk Chin hätten einen besonderen Einfluss auf seine Musik.

Überhaupt betrachtet Hövelmann-Köper, der mit einer Koreanerin verheiratet ist, die koreanische, chinesische und japanische Kunst als besondere Quelle der Inspiration. Er könnte sich auch durchaus vorstellen, seinen Lebensmittelpunkt ganz nach Asien zu verlegen. Ob das jedoch schon bald der Fall sein wird, sei noch dahingestellt, denn mittlerweile ist auch bekannt geworden, dass der Gehrdener Musiker zu den Finalisten des Musikwettbewerbs des Deutschen Musikrats gehört. Ein weiterer Schritt seiner Karriere.

Von Dirk Wirausky

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