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Umland Gehrden Nachrichten Leopold wird mit Verspätung verabschiedet
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00:40 31.05.2018
Späte Verabschiedung: Der frühere Senioren- und Behindertenbeauftragter Dirk Leopold soll in der nächsten Ratssitzung für sein ehrenamtliches Wirken gewürdigt werden – ein halbes Jahr nach Dienstende. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Fünf Monate ist es nun schon her, dass Dirk Leopold nach siebenjähriger Amtszeit seinen Posten als Senioren- und Behindertenbeauftragter der Stadt Gehrden niedergelegt und das Ehrenamt an seinen Nachfolger Manfred Hennen übergeben hat. In der Bevölkerung hat sich Leopold mit seinem freiwilligen Engagement einen Namen gemacht. Nicht zuletzt deshalb tauchte bei vielen Gehrdenern in jüngerer Vergangenheit immer wieder eine Frage auf: „Wieso ist Leopold nie von der Stadt mit einer offiziellen Verabschiedung für seine Leistungen gewürdigt worden?“, fasst Christa von der Decken-Eckardt stellvertretend für zahlreiche Bürger die offenbar kollektive Informationslücke zusammen. Sie habe sich umgehört und nachgefragt. „Aber alle haben nur verlegen mit den Schultern gezuckt“, sagt die Frau aus Gehrden.

Selbst der Betroffene kann nicht zur Aufklärung beitragen. „Im Dezember sollte ich bei einer Ratssitzung noch nicht verabschiedet werden, weil meine Amtszeit zu diesem Zeitpunkt noch zwei Wochen andauerte“, sagt Leopold nur. Nähere Auskünfte zur bislang nicht erfolgten Verabschiedung könne er nicht geben. „Ich hätte ja keinen großen Zapfenstreich erwartet, aber ein Händedruck und ein Dankeschön wären nach sieben Jahren in diesem Ehrenamt ein schöner Abschluss gewesen“, sagt Leopold. Er habe das Amt gerne ausgeübt und sei nicht im Groll gegangen. Gleichwohl findet Leopold: „Es heißt immer, freiwillige Verdienste müssten hoch gehalten werden, aber das Verhalten der Stadt widerspricht dem.“

Auf direkte Nachfrage weist Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf Vorwürfe zurück: Die Stadt habe Leopolds Würdigung keineswegs vergessen. „Er wird in der Ratssitzung am 20. Juni offiziell verabschiedet“, betont Mittendorf. Im Dezember sei dies angesichts Leopolds noch laufenden Amtszeit rechtlich nicht möglich gewesen. Den nächsten Termin im März habe dieser wegen einer Reise nicht wahrnehmen können. „Deshalb wird das nachgeholt“, klärt der Bürgermeister Missverständnisse auf. Leopold sei diesbezüglich jedoch informiert, sagt Mittendorf.

Dieser wiederum reagiert auf die Nachricht überrascht: „Es stimmt, dass ich im März am Tag der Ratssitzung wegen einer Berlinfahrt nicht in Gehrden war, aber von dem Termin im Juni – immerhin ein halbes Jahr nach meinem Ausscheiden – habe ich bisher nichts gewusst“, sagt Leopold. Er nehme dies jetzt einfach einmal so hin. Verspäteter Abschied, erst auf Nachfrage und ohne vorher davon zu wissen: Mit dem Bewältigen von Hindernissen kennt sich Leopold als langjähriger Berater für Barrierefreiheit zumindest gut aus. Die Reaktion der Gehrdenerin von der Decken-Eckardt auf die bevorstehende Verabschiedung fällt überschwänglicher aus: „Dann bin ich beruhigt, das hat sich Leopold verdient.“

Von Ingo Rodriguez

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