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Nachrichten Eigentümerin des Bratsch-Hauses gibt nach: Marktplatz wird nicht kleiner
Umland Gehrden Nachrichten Eigentümerin des Bratsch-Hauses gibt nach: Marktplatz wird nicht kleiner
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00:25 29.03.2018
Der Marktplatz wird voraussichtlich auch bei einem Neubau des Bratsch-Hauses nicht verkleinert werden. Quelle: Marcel Sacha
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Gehrden

 In der Frage über die Zukunft des sogenannten Bratsch-Hauses scheint ein Kompromiss gefunden zu sein: Die Eigentümerin des maroden Gebäudes am Steinweg 25 hat von ihrem Plan Abstand genommen, ein größeres Gebäude zu errichten. Dies teilten sowohl die Bürgerinitiative (BI) „Wir sind Gehrden“ als auch Bürgermeister Cord Mittendorf am Montag mit.

Demnach will die Eigentümerin Sigrid Bratsch lediglich auf der ihr momentan zur Verfügung stehenden Fläche von 306 Quadratmetern einen Neubau vorantreiben. Der Erwerb städtischer Fläche, den die Bürgerinitiative um jeden Preis verhindern wollte, ist somit vorerst vom Tisch. Der derzeit gültige Entwurf aus dem Jahr 2016 sieht vor,  dass ein neues Gebäude auf dem Grundstück des Bratsch-Hauses um knapp vier Meter Richtung Süden verschoben wird. Hierfür hätte die Stadt die entsprechende Fläche abtreten müssen.

Dieser Entwurf aus dem Jahr 2016  dürfte nun obsolet sein. Quelle: Planungsbüro

Die Bürgerinitiative hat somit ihr oberstes Ziel, eine Verkleinerung des Marktplatzes zu verhindern, erreicht. Für sie ist diese Nachricht ein verfrühtes Ostergeschenk. Monatelang hatten die Mitglieder durch verschiedene Aktionen auf sich und ihr Anliegen aufmerksam gemacht und trafen dabei auf eine breite Unterstützung in der Gehrdener Bevölkerung. Den Höhepunkt ihrer Aktivitäten markierte im Dezember vergangenen Jahres die Übergabe von mehr als 3500 Unterschriften Gleichgesinnter an den Bürgermeister.

Zuletzt initiierten sie den Versuch eines Bürgerbegehrens. Dieser scheiterte allerdings zweimal an formellen Gründen. Von einem dritten Anlauf will „Wir sind Gehrden“ aufgrund der sich nun veränderten Ausgangslage bis auf Weiteres absehen. „Die Bürgerinitiative zieht nach diesen zielgerechten Informationen den Antrag zum Bürgerbegehren zurück“, erklärte der BI-Sprecher Hartmut Weimar. Man werde allerdings die weiteren Entwicklungen kritisch beobachten und gegebenenfalls einen neuen Antrag einreichen.

Demo im Oktober: Etwa 150 Menschen protestieren mit einer Menschenkette gegen die Verkleinerung des Marktplatzes.  Quelle: Everding

Nicht nur unter den Mitgliedern der Bürgerinitiative sorgt die Nachricht für Zufriedenheit. Auch im Rathaus herrscht Erleichterung ob der Kompromissbereitschaft der Eigentümerin. „Wir sind natürlich sehr zufrieden über den Entschluss“, sagte Mittendorf. Ihm zufolge sei die Initiative von der Eigentümerin selbst ausgegangen. Nun gehe es darum, möglichst zeitnah auch Nägel mit Köpfen zu machen. Noch liegt laut Mittendorf kein neuer Entwurf im Rathaus vor. Er hoffe allerdings darauf, dass dieser so schnell wie möglich von der Eigentümerin eingereicht werde, um der Politik im Anschluss einen neuen Bebauungsplan zur Abstimmung vorlegen zu können. Schließlich hänge davon auch die weitere Sanierung des Marktplatzes ab, betonte Mittendorf.

Die Vorsitzende des Bauausschusses Eva Kiene-Stengel (Grüne) hat bereits einen konkreten Zeitplan vor Augen. Am 15. Mai soll der Ausschuss dem einen Tag später tagenden Verwaltungsausschuss einen entsprechenden Beschluss empfehlen. Ein ausgearbeiteter Gebäudeentwurf sei hierfür gar nicht notwendig, sagt Kiene-Stengel. „Es müssen lediglich die derzeitigen Baugrenzen akzeptiert werden.“

Von Marcel Sacha

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