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Experte soll Pläne für den Marktplatz erarbeiten

Gehrden Experte soll Pläne für den Marktplatz erarbeiten

Die CDU hat gefordert, dass ein externer Landschaftsplaner einen Entwurf für die Umgestaltung des Marktplatzes erarbeitet. Dabei sollen alle Nutzer des Bereichs Anregungen und Wünsche äußern dürfen. 

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Ein Experte soll die Umgestaltung des Marktplatzes in Gehrden planen.

Quelle: Wirausky

Gehrden.  Kommt neuer Schwung in die Diskussion um die Umgestaltung des Marktplatzes? Die CDU hat nun einen Antrag formuliert, in dem sie fordert, dass ein unabhängiger Landschaftsplaner ein professionelles Auge auf das Stadtzentrum legt und einen Entwurf erarbeitet, der allen Interessengruppen und Nutzern gerecht wird. Es sei Zeit für eine Freiraumplanung, die alle Ansätze einer multifunktionalen Nutzung zusammentrage, sagte Klaus Dörffer (CDU) im Ausschuss für Bau- und Städteplanung. Bei zwei Gegenstimmen wurde der Antrag begrüßt.

„Es ist notwendig, einen externen Moderator einzubinden, der die verschiedenen Belange sammelt und in einem Gestaltungskonzept bündelt“, sagte Dörffer. Die Liste dafür ist lang: Berücksichtigt werden müssten aus Sicht der Union der Verkehr, die Wünsche der Anlieger, der Eigentümer, der Geschäftsleute, der Gastronomen und Marktbetreiber sowie der Kirche, der Kinder und Familien und der Veranstalter wie der Verein Gehrden feiert Feste. Darüber hinaus müssten auch der Behinderten- und Seniorenbeauftragte sowie die Frauenbeauftragte an dem Prozess beteiligt werden. „Wir müssen sinnvolle Übergange schaffen – mit Licht und behindertengerecht“, sagte Dörffer.

Zuvor hatte Dörfer kritisiert, dass sich die aktuelle Diskussion zu mehr als 90 Prozent um das Bratsch-Hause drehe. „Das ist Irrsinn“, fand Dörffer. Der Blick müsse auf den gesamten Raum fallen. Es müssten Gestaltungsideen für den kompletten Bereich entwickelt werden. „Das sollten alle Anlieger, Bürger und Beteiligten als Chance begreifen“, warb Dörffer für den Vorschlag. Gleichzeitig mahnte er zur Geduld: „Wir brauchen keine schnellen Ergebnisse, sondern einen Enwurf, der in Ruhe geplant wird.“

Für Dörffer hätte das längst geschehen müssen. Den Einsatz eines Moderators hätte bei der Gestaltung der Innenstadt von Seiten der Verwaltung schon lange in Angriff genommen werden und ist überfällig“, bemängelte Dörffer. Ein externer Fachmann könne frei agieren, da er in der Sache keine persönlichen Interessen habe.

Henning Harter (SPD) folgte Dörffers Argumentation. „Es geht darum, Visionen zu entwickeln“, sagte er. Etwas anderer Ansicht war Patrick Ziemke (Gruppe Grüne/Linke). Er möchte erst die Ergebnisse des kürzlich erstmals einberufenen Runden Tisches abwarten. „Wir schaffen sonst voreilig Fakten“, sagte er. 

Vertreter der Bürgerinitiative „Wir sind Gehrden“, die gegen eine Verkleinerung des Marktplatzes kämpft und einen über die Grundstücksgrenzen hinausgehenden Neubau auf der Fläche des Bratsch-Hauses ablehnt, befürchten, dass sie an dem Prozess nicht ausreichend beteiligt werden. Ein Einwand, den Heinrich Meinecke (CDU) zurückwies. „Wir werden uns zwar nicht auf Quadratmeter festlegen lassen, aber wir nehmen auch die Argumente der Bürgerinitiative zur Kenntnis“, sagte er. Das betonte auch Dörffer. „Der Planer wird auch mit der Bürgerinitiative sprechen“, versprach er. Der Prozess als solches sei allerdings ergebnisoffen. „Die Gedanken können sich in jede Richtung bewegen“, sagte er. 

Von Dirk Wirausky

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