Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Feuerwehrhaus: Ausschuss kürzt Planungskosten um 50 Prozent 

Lemmie Feuerwehrhaus: Ausschuss kürzt Planungskosten um 50 Prozent 

Eigentlich sollten für den Neubau des Feuerwehrhauses in Lemmie 200 000 Euro Planungskosten bereitgestellt werden. CDU, SPD und FDP haben sich nun auf eine Halbierung geeinigt. Dennoch sei die Notwendigkeit eines Neubaus unstrittig, betonten die Politiker. 

Voriger Artikel
Buslinie 580: Ortsrat Northen wehrt sich gegen weniger Fahrten
Nächster Artikel
Doppelauftritt des Kammerorchesters

Das Lemmier Feuerwehrgerätehaus am Gehrdener Kirchweg entspricht längst nicht mehr den Ansprüchen einer modernen Feuerwehr.

Quelle: Wirausky

Lemmie.  Seit Jahren beklagt die Ortsfeuerwehr Lemmie die Situation am hiesigen Feuerwehrgerätehaus. Vor allem die räumlichen Verhältnisse sorgen unter den Kameraden für Frust. Die Kritik fällt dabei vielfältig aus: Weder die Umkleidemöglichkeiten noch die Sanitäranlagen entsprächen den aktuellen Standards. Damit die Feuerwehrleute ihre Einsatzkleidung anlegen können, muss zunächst das Löschfahrzeug aus der Garage gefahren werden. Ein Umstand, den auch die Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) als inakzeptabel bezeichnet. Der Ortsrat hatte sich im November für einen Neubau des Feuerwehrhauses ausgesprochen. Die Finanzmittel für entsprechende Planungsleistungen, die für das Jahr 2019 vorgesehen sind, sollen jedoch um die Hälfte gekürzt werden. Darauf einigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Brandschutz und Gefahrenabwehr am Dienstag.

Statt 200 000 Euro sollen lediglich 100 000 Euro im Haushalt dafür veranschlagt werden. CDU, SPD und FDP hatten einen entsprechenden Antrag eingebracht. Lediglich die Vertreter der Fraktion von Grünen und Linken votierten dagegen. Deren Antrag, die Planungskosten bereits für das Haushaltsjahr 2018 zu veranschlagen, wurde abgelehnt.

Die Antragsteller begründeten die Kürzung mit der allgemeinen Haushaltssituation. „Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Lage“, sagte Andreas Reichl (SPD). Der von Bürgermeister Cord Mittendorf im Dezember eingebrachte Entwurf für den Doppelhaushalt 2018/2019 geht für diesen Zeitraum von einem Defizit in Höhe von mehr als acht Millionen Euro aus.

Die Entscheidung des Ausschusses dürfe jedoch keineswegs als Angriff auf die Lemmier Wehr verstanden werden, betonte CDU-Fraktionschef Thomas Spieker. „Die Notwendigkeit eines bedarfsgerechten Neubaus des Feuerwehrhauses ist unstrittig“, sagte er. Die 800 000 Euro, die für den Bau im Jahr 2020 veranschlagt sind, würden von der Entscheidung nicht berührt. Basis weiterer Entscheidungen hinsichtlich der Ausstattung der Feuerwehren müsse jedoch das von der Stadt angekündigte Feuerwehrstrukturkonzept 2040 sein, sagte Spieker. Dieses soll der Politik im August vorgelegt werden.

Feuerwehr Lenthe muss warten

Auf „positive Signale“ der Ratspolitik hatte Lenthes stellvertretender Ortsbrandmeister Christian Herder hinsichtlich eines Neubaus des Gerätehauses gehofft. Einen vorgezogenen Beginn der Maßnahme hat der Ausschuss abgelehnt. Die Gruppe Grüne/Linke hatte einen Antrag gestellt, die entsprechenden Planungskosten bereits im Finanzplan für das Jahr 2020 zu veranschlagen und damit den Zeitplan um ein Jahr vorzuziehen. Dem Vorsitzenden der Gruppe Heinz Strassmann zufolge wäre dies ein Zeichen, dass die Politik die Wünsche der Feuerwehr tatsächlich ernst nehme. Ohne inhaltliche Begründung lehnten die übrigen Ausschussmitglieder den Antrag ab. ms

Von Marcel Sacha

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten