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Umland Gehrden Nachrichten Neubau des Aldi-Marktes beginnt nicht mehr in diesem Jahr
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00:17 16.07.2018
Der geplante Neubau des Aldi-Marktes an der Everloher Straße beginnt nicht mehr in diesem Jahr. Quelle: Wirausky
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Gehrden

Seit nunmehr vier Jahren plant der Discounter Aldi, seinen Markt an der Everloher Straße zu erweitern und zu modernisieren. Doch der geplante Neubau des Aldi-Marktes hat sich immer wieder verzögert. „Auch einen Baubeginn im Jahr 2018 werden wir nicht schaffen“, sagt Unternehmenssprecher Gordon Gattermann. Vermutlich werden die Arbeiten erst 2019 beginnen. Aktuell warte das Unternehmen das Baugenehmigungsverfahren ab. „Es ist noch vieles offen“, gesteht Gattermann. Erst wenn das Verfahren abgeschlossen sei, werde man sich intensiv mit dem Neubau befassen.

Die Verzögerung hat mehrere Gründe. Unter anderem hatte die Stadt ein Einzelhandelsgutachten erstellen lassen, das einige Zeit in Anspruch genommen hat. Auf dessen Grundlage hatte Aldi dann weitere Gutachten zum Standort anfertigen lassen. Die Region wollte sicherstellen, dass sich das Vorhaben nicht negativ auf die Umsätze im Stadtzentrum auswirkt. Zwar gab es laut dieser Expertise keine Einwände gegen einen größeren Aldi-Markt, doch Region und Industrie- und Handelskammer (IHK) blieben kritisch. Aus ihrer Sicht sollte sich der Discounter auf maximal 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche beschränken. Die Begründung: In Gehrden sei die Kaufkraft im Einzelhandel zu 90 Prozent gedeckt. Zusätzlicher Bedarf bestehe nicht; vielmehr würde ein großer Aldi-Markt Kaufkraft aus dem Stadtzentrum und den Nachbarkommunen abziehen. In Gehrdens Einzelhandelsgutachten waren andere Werte errechnet worden. Ein zweites Gutachten kam allerdings zu dem gleichen Ergebnis. Die Experten konnten in ihrer Untersuchung keine negativen Auswirkungen feststellen. Im Gegenteil: Das Vorhaben leiste einen Beitrag zur Stärkung der Nahversorgung, heißt es. Zumal auf dem Vorwerk-Gelände über kurz oder lang ein Baugebiet entstehen wird.

Alid will die Filiale auf dem derzeitigen Grundstück auf 1260 Quadratmeter vergrößern. Das Unternehmen habe auch das anliegende Grundstück der Autowerkstatt an der Everloher Straße sowie die dazwischenliegende Straßenfläche gekauft, macht Gattermann trotz anderer Gerüchte deutlich. „Die jetzige Fläche reicht einfach nicht mehr aus“, sagt er. Der Betreiber der Autowerkstatt wird innerhalb des Stadtgebietes umziehen.

Noch nicht entschieden ist, was in der Bauphase passiert. „Damit haben wir uns noch nicht abschließend befasst“, sagt Gattermann. In der ursprünglichen Planung gab es Überlegungen, eine Art Übergangsverkauf zu organisieren.

Von Dirk Wirausky

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